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Nach lebenslanger Haft: Sektenführer Charles Manson tot

Massenmörder und Sektenführer  

Charles Manson in Klinik gestorben

20.11.2017, 09:07 Uhr | dpa

Nach lebenslanger Haft: Sektenführer Charles Manson tot. Charles Mansons war zu lebenslanger Haft wegen mehrerer Morde verurteilt. (Quelle: Reuters/Archiv/Courtesy California Department of Corrections and Rehabilitation)

Charles Mansons war zu lebenslanger Haft wegen mehrerer Morde verurteilt. (Quelle: Archiv/Courtesy California Department of Corrections and Rehabilitation/Reuters)

Charles Manson hat zu den berüchtigsten Mördern der USA gezählt und ist jetzt im Alter von 83 Jahren eines natürlichen Todes gestorben, wie die kalifornische Gefängnisbehörde mitteilte.

Der Kriminelle mit eingeritztem Hakenkreuz auf der Stirn war zu lebenslanger Haft verurteilt gewesen. Vor einigen Tagen war Manson ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem sich sein Gesundheitszustand verschlechtert hatte. Nähere Details nannten die Gefängnisbehörden zunächst nicht.

Manson hatte im August 1969 eine Handvoll seiner Anhänger zu einer brutalen Mordserie in Los Angeles angestiftet. Zu den Opfern zählte die hochschwangere Schauspielerin Sharon Tate, Ehefrau von Regisseur Roman Polanski. Mit ihr wurden vier Gäste in ihrer Villa bei Los Angeles brutal ermordet. In der folgenden Nacht wüteten die Mörder im Haus der Geschäftsleute Leno und Rosemary LaBianca.

Manson war nicht selbst am Tatort, wurde aber nach einem langen, spektakulären Mordprozess als Drahtzieher der Verbrechen verurteilt. Im Frühjahr 1971 erhielten Manson und seine engsten Anhänger die Todesstrafe. Das Strafmaß wurde später - nach Aussetzung der Todesstrafe in Kalifornien – in lebenslange Haft umgewandelt. Manson saß zuletzt im Staatsgefängnis von Kalifornien in Corcoran ein. Eine Freilassung auf Bewährung wurde ihm bereits ein Dutzend Mal verwehrt, wie die "Los Angeles Times" schrieb. Die nächste Bewährungsanhörung war für das Jahr 2027 angesetzt.

Kleinkrimineller und Kommunenanführer

Die Polizeifotos nach Mansons Festnahme zeigten einen Mann mit einem durchdringenden Blick und wirren, dunklen Locken, der sich später ein Hakenkreuz auf die Stirn tätowieren ließ.

Manson war ein Kleinkrimineller mit einem langen Vorstrafenregister, als er 1967 in San Franciscos Hippie-Szene als charismatischer Kommunenanführer Anhänger um sich scharte. Die "Manson Family" ließ sich dann in Südkalifornien nieder.

Weibliche Mitglieder, wie seine Mitangeklagten Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie Van Houten, hielten während des Prozesses loyal zu Manson, den sie als "Jesus Christus" verehrten. Erst später gingen sie auf Distanz und bedauerten ihre Taten. Atkins starb 2009 im Alter von 61 Jahren im Gefängnis an Krebs.

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