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Nordkoreanische Fischer räumen japanische Schutzhütte leer

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Nordkoreanische Fischer räumen japanische Schutzhütte leer

05.12.2017, 12:54 Uhr | AFP

Immer häufiger werden nordkoreanische Fischer in japanischen Gewässern gesichtet. Dieses Mal wurde eine Gruppe dabei erwischt, wie sie bei einer kurzen Landung auf einer einsamen japanischen Insel eine Schutzhütte für Seeleute leer geräumt haben. 

"Alles ist weg. Alles. Mitsamt der Türscharniere und Türgriffe ist alles aus Metall weg", sagte der für die Fischer-Schutzhütte zuständige Shusaku Yoshida dem japanischen Fernsehsender Fuji TV. Die zehn verdächtigen Seeleute hätten eingestanden, einige Sachen aus der Hütte "mitgenommen" zu haben, berichtete die Nachrichtenagentur Jiji Press.

Das Schloss der Hütte sei aufgebrochen worden, sagte Yoshida, der gegenüber Fuji TV aufzählte, was vom Inventar alles fehlte: "Zwei Fernseher, drei Kühlschränke, eine Waschmaschine, eine Mikrowelle, zwei Stereoanlagen, ein DVD/CD-Player, eine Motorsäge, ein Heizofen, Kohle, ein Motorrad und ein Generator". "Ich war so überrascht, ich musste mich setzen", sagte der 67-Jährige.

Solarmodul vom Leuchtturm entfernt

Laut einem Mitarbeiter der Küstenwache wurden außerdem von dem Leuchtturm auf der Insel Solarmodule abmontiert und ein Poster entwendet. Die Nordkoreaner wurden erstmals in der vergangenen Woche in einem kleinen Boot vor der Küste der japanischen Insel Hokkaido gesichtet. Sie werden von japanischen Behörden vernommen.

In diesem Jahr wurden laut Küstenwache bereits 60 nordkoreanische Fischerboote in den weit entfernten japanischen Gewässern entdeckt. Sie führen immer öfter weiter hinaus, um die hohen Fangquoten ihrer Regierung zu erfüllen. Die Bevölkerung in dem abgeschotteten kommunistischen Land ist bitterarm, Haushaltsgeräte sind rar und Metalle auf dem Schwarzmarkt begehrt.

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