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Clan-Mord in Berlin? Drei Verdächtige im Fall Nidal R. gesucht

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Nach Mord in Berlin  

Drei Verdächtige im Fall Nidal R. gesucht

12.09.2018, 17:58 Uhr | dpa

Clan-Mord in Berlin? Drei Verdächtige im Fall Nidal R. gesucht. Polizisten stehen am Tatort am Tempelhofer Feld: Nach dem Mord an Nidal R. will die Polizei auf seiner Trauerfreier Präsenz zeigen.  (Quelle: dpa/Paul Zinken)

Polizisten stehen am Tatort am Tempelhofer Feld: Nach dem Mord an Nidal R. will die Polizei auf seiner Trauerfreier Präsenz zeigen. (Quelle: Paul Zinken/dpa)

Im Zusammenhang mit dem Mord an Nidal R. werden drei Verdächtige gesucht. Nach der Tat am Sonntagabend seien sie vom Tatort in Berlin geflüchtet. 

Nach den tödlichen Schüssen auf den Intensivstraftäter Nidal R. in Berlin gehen die Ermittler inzwischen von drei Tätern aus. Nachdem achtmal auf den 36-Jährigen gefeuert worden sei, seien am Sonntagabend drei Männer geflüchtet und in ein Auto gestiegen, das davonraste, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Der Fluchtwagen wurde demnach in der Nacht zum Dienstag von Unbekannten angezündet.

Sicherheitsexperten befürchten nach der tödlichen Attacke eine Eskalation der Gewalt zwischen kriminellen Mitgliedern arabischstämmiger Großfamilien.



Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) teilte mit, Auseinandersetzungen würden gewalttätig und ohne Skrupel auf Berlins Straßen ausgetragen. Das sei die Folge davon, dass diese Kriminellen jahrzehntelang keinen durchsetzungsstarken Rechtsstaat gespürt hätten.

Der Berliner Senat will mit einer konzertierten Aktion den Druck auf diesen Personenkreis aufrechterhalten und ausbauen. Zuletzt hatte es verstärkt Durchsuchungen sowie Festnahmen von Verdächtigen gegeben.

Polizei will auf Trauerfeier Präsenz zeigen

Die Leiche des 36-Jährigen wurde am Dienstag nach der Obduktion freigegeben. Nidal R. soll am Donnerstag beigesetzt werden. Die Polizei rechnet mit zahlreichen Trauergästen und will präsent sein.

Nidal R. wurde am Sonntag in Berlin-Neukölln vor den Augen seiner Familie niedergeschossen. Der 36-Jährige starb wenig später im Krankenhaus. Vor der Klinik in Berlin-Steglitz versammelte sich eine aufgebrachte Menge. Die Polizei war mit Großaufgebot im Einsatz.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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