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Betrunkener attackiert ICE-Lokführer mit Feuerlöscher – Notstopp


Betrunkener attackiert Lokführer und erzwingt Stopp

Von dpa
Aktualisiert am 18.03.2019Lesedauer: 2 Min.
Ein ICE in Frankfurt (Symbolbild): Ein Fahrgast hat in einem ICE den Lokführer attackiert.Vergrößern des BildesEin ICE in Frankfurt (Symbolbild): Ein Fahrgast hat in einem ICE den Lokführer attackiert. (Quelle: Arnulf Hettrich/imago-images-bilder)
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Mieser Trip: Einem Betrunkenen fuhr ein ICE zu schnell. Er attackierte den Lokführer und zwang ihn zum Stopp. Nun muss er nicht nur mit einem kräftigen Kater rechnen.

Ein betrunkener Fahrgast hat in einem ICE von Frankfurt nach Paris wegen angeblich zu hohen Tempos den Lokführer mit einem Feuerlöscher attackiert und einen Stopp erzwungen. Der Zug musste am Sonntagmorgen außerplanmäßig im hessischen Mörfelden-Walldorf halten, wie die Bundespolizei mitteilte.

Der unter Schock stehende Lokführer brach seinen Dienst ab. Die etwa 220 Fahrgäste mussten mit einem Ersatzlokführer die rund 15 Kilometer zum Hauptbahnhof Frankfurt zurückkehren und ihre Reise mit anderen Zügen fortsetzen. Verletzte gab es nicht.

Mann wollte angeblich die vielen Reisenden retten

Der 30 Jahre alte Betrunkene mit 1,73 Promille Atemalkohol hatte nach Auskunft von Reisenden ohne Vorwarnung einen Feuerlöscher von der Wand genommen. Er sei zur Tür des Lokführers gegangen und habe die Glasscheibe mit dem Feuerlöscher eingeschlagen. Dann habe der Mann aus Heidelberg vom Lokführer verlangt, das Tempo zu drosseln, da der Zug viel zu schnell fahre und er die vielen Reisenden retten müsse.

Der Lokführer bremste den ICE und hielt im Bahnhof von Mörfelden-Walldorf. Reisende hatten inzwischen mit dem Handy die Bundespolizei in Frankfurt alarmiert, so dass der Betrunkene wenig später von einer Streife festgenommen werden konnte.


Wegen des Vorfalls kam es bei 18 Zügen zu Verspätungen. Die Bundespolizei leitete gegen den 30-Jährigen Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Sachbeschädigung und Nötigung ein.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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