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Köln: 70-Jähriger soll Ehefrau mit Wäscheleine erdrosselt haben

Prozess in Köln  

70-Jähriger soll Ehefrau mit Wäscheleine erdrosselt haben

04.12.2019, 10:17 Uhr | dpa

Köln: 70-Jähriger soll Ehefrau mit Wäscheleine erdrosselt haben. Landgericht und Amtsgericht Köln: Ein 70-Jähriger wird des Mordes angeklagt.  (Quelle: imago images/Horst Galuschka)

Landgericht und Amtsgericht Köln: Ein 70-Jähriger wird des Mordes angeklagt. (Quelle: Horst Galuschka/imago images)

In Nordrhein-Westfalen soll ein Rentner seine Ehefrau mit einer Wäscheleine erdrosselt haben. Vor Gericht musste sich der 70-Jährige nun für die Tat verantworten – doch er behauptet, sich an nichts erinnern zu können. 

Er soll nach einem ersten Strangulationsversuch seine auf die Straße gerannte Ehefrau zurück ins Haus gezogen und dort erdrosselt haben. Ein 70 Jahre alter Mann aus Hürth bei Köln steht seit Dienstag wegen heimtückischen Mordes vor Gericht. Nach der Tat soll er versucht haben, sein eigenes Leben zu beenden. Wie aus der Anklageschrift am Landgericht Köln hervorgeht, handelte er im Zustand einer depressiven Störung mit verminderter Schuldfähigkeit.

Laut Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte ein Stück Wäscheleine zunächst an sich selbst getestet. Als die Frau an einem Tag im März nach dem Frühstück Geschirr gespült habe, soll er ihr von hinten die Wäscheleine um den Hals gelegt und zugezogen haben. Nach heftiger Gegenwehr habe sie sich befreien, zur Haustür flüchten und draußen um Hilfe rufen können. 

Dann soll der Angeklagte die Frau zurück in das Haus gezogen und sie dort zu Tode gedrosselt haben. Anschließend habe der Deutsche den Leichnam seiner Frau in das gemeinsame Schlafzimmer gebracht, wo er Mittel zu sich genommen habe, um auch sich zu töten.

Angeklagter hat keine Erinnerung

"Mein Mandant kann sich an nichts erinnern", sagte Verteidiger Oliver Kleine in einer Erklärung. "Bewusst ist sich mein Mandant aber über seine objektive Täterschaft. Es kommt auch niemand anders in Frage", erklärte Kleine. Die Erinnerung des Angeklagten setze erst wieder ein, als er im Justizvollzugskrankenhaus Fröndenberg aufgewacht sei. Erst dort habe er von seinen Kindern erfahren, dass er seine Frau getötet haben soll.
 

 
In dem Verfahren wurde bekannt, dass der Mann erst vor wenigen Tagen einen weiteren Suizidversuch unternommen habe. Seither ist er in einem besonders gesicherten Haftraum untergebracht.

Hinweis: Falls Sie viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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