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Sprengstoff in KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora gefunden

Staatsschutz ermittelt  

Sprengstoff in KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora gefunden

20.02.2020, 23:40 Uhr | AFP

Sprengstoff in KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora gefunden. Ein eingeschaltetes Blaulicht leuchtet auf einer Polizeistreife (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild)

Ein eingeschaltetes Blaulicht leuchtet auf einer Polizeistreife. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild/dpa)

Ein potenziell gefährlicher Sprengkörper im Eingangsbereich der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora beschäftigt Polizei und Staatsschutz in Thüringen. Ein Junge hat den Gegenstand beim Radfahren entdeckt. 

Bei dem nahe der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora im thüringischen Nordhausen gefundenen Sprengkörper handelt es sich laut Polizei augenscheinlich um einen selbstgebastelten Feuerwerkskörper mit Zündschnur. Kriminaltechnische Untersuchungen ergaben, dass das Objekt beim Entzünden zu massiven Verletzungen am Körper hätte führen können, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Konkrete Hinweise auf ein politisches Tatmotiv gebe es derzeit nicht.

Aufgrund der Nähe zur Gedenkstätte sei aber auch der Staatsschutz eingeschaltet worden. Die Ermittlungen richten sich zunächst gegen Unbekannt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Spezialisten werteten derzeit noch weitere Spuren aus, sagte eine Polizeisprecherin.

Am 19. Januar hatte ein 15-jähriger Junge in der Nähe der Gedenkstätte den verdächtigen Gegenstand in einem Waldstück entdeckt. Der Vater des Jungen gab das Päckchen bei der Polizei Nordhausen ab. Die Polizei geht davon aus, dass es wohl höchstens einige Wochen am Fundort lag. So haben sich auch erste Vermutungen, es könne sich um zündunfähigen alten Industriesprengstoff handeln, nicht bestätigt – an die Gedenkstätte grenzt ein heute stillgelegter Tagebau.

Mittelbau-Dora war ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald bei Weimar. Die Nationalsozialisten zwangen mehr als 60.000 Menschen, dort zwischen 1943 und 1945 für die deutsche Rüstungsindustrie unter unmenschlichen Bedingungen zu arbeiten. Jeder dritte von ihnen starb.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa, AFP

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