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Aschaffenburg: Freispruch in Mordprozess – Verbrechen bleibt ungesühnt

Wer ermordete Christiane J.?  

Freispruch in Mordprozess – altes Verbrechen bleibt ungesühnt

23.04.2020, 17:07 Uhr | dpa

Aschaffenburg: Freispruch in Mordprozess – Verbrechen bleibt ungesühnt. Der Frühstückstempel in Aschaffenburg: Ein des Mordes angeklagter wurde freigesprochen. Das Verbrechen an Christiane J. wird wohl ungesühnt bleiben.  (Quelle: dpa)

Der Frühstückstempel in Aschaffenburg: Ein des Mordes angeklagter wurde freigesprochen. Das Verbrechen an Christiane J. wird wohl ungesühnt bleiben. (Quelle: dpa)

1979 stirbt die 15-Jährige Christiane J. in Aschaffenburg. Lange gab es einen Verdächtigen, doch der wurde nun freigesprochen. Damit bleibt das Verbrechen weiter unaufgeklärt.

Mehr als 40 Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer 15-Jährigen in Aschaffenburg ist der Angeklagte im Mordprozess freigesprochen worden. Das Landgericht Aschaffenburg folgte in seinem Urteil am Donnerstag den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. "Nach der durchgeführten äußerst umfangreichen Beweisaufnahme ist auch nicht ansatzweise bewiesen, dass der Angeklagte am 18.12.1979 Christiane J. ermordet hat", sagte der Vorsitzende der Kammer, Karsten Krebs, in seiner mündlichen Urteilsbegründung.

Nachdem das Hauptindiz – eine Bissspur an der Leiche des Mädchens – dem Angeklagten nicht mehr eindeutig zugeordnet werden konnte, war die Mordanklage in sich zusammengefallen. Die Staatsanwaltschaft hatte wie die Verteidigung auf Freispruch plädiert: "Im Zweifel für den Angeklagten."

Der Mordprozess war vor der Jugendkammer des Landgerichts Aschaffenburg in nicht-öffentlicher Sitzung geführt worden. Der Angeklagte war zur Tatzeit im Dezember 1979 erst 17 Jahre alt. Er war schon vor Wochen aus der Untersuchungshaft entlassen worden. In der Hauptverhandlung war klar geworden, dass ein Gutachten, das ihm die Täterschaft zugewiesen hatte, eklatante Fehler aufwies.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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