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USA: Polizei stoppt fünfjährigen Fahrer auf Autobahn – im Lamborghini

Er wollte sich einen Lamborghini kaufen  

Polizei in Utah stoppt fünfjährigen Fahrer auf Autobahn

06.05.2020, 09:05 Uhr | dpa

USA: Polizei stoppt fünfjährigen Fahrer auf Autobahn – im Lamborghini . Der fünfjährige Adrian und seine Mutter dürfen in einem Lamborghini mitfahren: Der Junge hatte Schlagzeilen wegen einer Spritztour auf der Autobahn gemacht. (Quelle: Scott G Winterton/The Deseret News via AP/ dpa)

Der fünfjährige Adrian und seine Mutter dürfen in einem Lamborghini mitfahren: Der Junge hatte Schlagzeilen wegen einer Spritztour auf der Autobahn gemacht. (Quelle: Scott G Winterton/The Deseret News via AP/ dpa)

Weil seine Mutter ihm keinen Lamborghini kaufen will, schnappt sich ein fünfjähriger Amerikaner das Auto seiner Eltern. Trotzig macht er sich auf den Weg, um sich dann eben selber einen Sportwagen zu kaufen.

Die Polizei im US-Bundesstaat Utah hat auf einer Autobahn einen fünfjährigen Fahrer gestoppt, der im Wagen seiner Eltern nach Kalifornien fahren wollte. Der Junge habe angegeben, sich zuvor mit seiner Mutter gestritten zu haben, weil sie ihm keinen Sportwagen der Marke Lamborghini habe kaufen wollen, teilte die Autobahnpolizei in Utah auf Twitter mit. "Er entschloss sich dazu, das Auto zu nehmen und nach Kalifornien zu fahren, um sich dort selber einen zu kaufen. Möglicherweise fehlte ihm die Kaufsumme, da er nur 3 Dollar (2,77 Euro) in seiner Geldbörse hatte." Die günstigsten Lamborghinis kosten rund 200.000 Dollar.

Die Polizei teilte am Dienstag (Ortszeit) mit, man schätze, dass der Junge etwa drei bis fünf Kilometer weit gekommen sei. Polizist Rick Morgan sei eigentlich hinter einem zu schnell fahrenden Wagen hergewesen, als er ein anderes Auto gesehen habe, das Mühe hatte, die Spur zu halten. Er habe sich dann entschieden, den Raser davonkommen zu lassen und den anderen Fahrer zu stoppen.

Dashcam-Aufnahme zeigt den jungen Fahrer 

Auf einer Aufnahme der Dashcam des Polizeiwagens ist zu sehen, wie der Junge unsicher die Spuren wechselt und schließlich stoppt, nachdem die Sirene ertönt. In der Mitteilung der Polizei hieß es, Morgan sei zunächst davon ausgegangen, dass der Fahrer ein medizinisches Problem habe oder unter Alkoholeinfluss stehe. Der Polizist sei von hinten auf das gestoppte Fahrzeug zugegangen und habe sich gewundert, warum er den Kopf des Fahrers durch die Rückscheibe nicht sehen konnte.

Dashcam-Foto in Utah: Die Polizei filmte das Kind dabei, wie es versuchte, die Spur zu wechseln. (Quelle: Utah Highway Patrol/Reuters)Dashcam-Foto in Utah: Die Polizei filmte das Kind dabei, wie es versuchte, die Spur zu wechseln. (Quelle: Utah Highway Patrol/Reuters)

Morgan habe schließlich festgestellt, dass ein junges Kind der Fahrer und einzige Insasse des Wagens war. Es habe sich um einen Fünfjährigen gehandelt. Die Aufnahme der Dashcam hat festgehalten, wie der Polizist sagt: "Wie alt bist Du? Du bist fünf Jahre alt? Wow." Und weiter: "Wo hast Du gelernt, ein Auto zu fahren?" Morgan sagte dem lokalen Sender KSL, der Junge habe auf der Kante des Fahrersitzes gesessen, um die Fußpedale zu erreichen. Die Eltern des Kindes hätten angegeben, es habe noch nie ein Auto gefahren.

Der Junge habe ihm gesagt, er sei unterwegs zu seiner Schwester in Kalifornien gewesen. Nach seiner Ankunft habe er einen Lamborghini kaufen wollen. Er sei unter Aufsicht eines älteren Geschwisterteils gewesen, als er sich auf den Weg gemacht habe. "Er schnappte sich die Schlüssel und war weg." Die Polizei hielt fest, dass der Junge von dem Haus der Familie im Ort Ogden nach Süden auf die Interstate-15 einbog – "der richtige Weg nach Kalifornien".

Lamborghini-Besitzer lädt Adrian auf eine Spritztour ein

Der lokale Sender KUTV berichtete, nachdem die Geschichte bekannt wurde, seien zahlreiche Angebote eingegangen, dass der Junge mit einem Lamborghini mitfahren könne. Die Familie habe sich bereits mit einem Lamborghini-Besitzer getroffen, damit Adrian eine Fahrt in einem der exklusiven Sportwagen genießen könne.

Ein Polizeisprecher sagte KSL, für die Eltern könnte die Spritztour des Sohnes ein juristisches Nachspiel haben. Man sei sehr froh, dass niemand zu Schaden gekommen sei. Das heiße aber nicht, dass nicht Menschenleben gefährdet gewesen seien. Eltern sollten sicherstellen, dass ihre Autoschlüssel für Kinder nicht leicht zugänglich seien.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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