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Mutmaßlicher Täter schildert Mord mit Axt und Mietauto

Landgericht Limburg  

Mutmaßlicher Täter schildert Mord mit Axt und Mietauto

20.05.2020, 14:06 Uhr | dpa

Mutmaßlicher Täter schildert Mord mit Axt und Mietauto. Angeklagter im Gerichtssaal: Der 34-Jährige (l.) soll seine Frau mit einer Axt und einem Mietwagen getötet haben. (Quelle: dpa/Joachim Heidersdorf)

Angeklagter im Gerichtssaal: Der 34-Jährige (l.) soll seine Frau mit einer Axt und einem Mietwagen getötet haben. (Quelle: Joachim Heidersdorf/dpa)

Ein 34-Jähriger steht in Limburg vor Gericht, weil er seine Frau erst überfahren und dann mit Beil und Axt attackiert haben soll. Nun äußert er sich erstmals zu den Vowürfen.

Im Mordprozess um die brutale Attacke mit einer Axt auf eine Frau mitten in Limburg hat der Angeklagte die Tat teilweise geschildert. Der 34-Jährige gab am Mittwoch vor dem Landgericht Limburg zu, mit einem Mietwagen von hinten auf seine Frau zugefahren zu sein. Es sei alles sehr schnell gegangen. Er habe die Fahrer-Assistenzsysteme ausgeschaltet, die Augen geschlossen und geschrien, erklärte der Angeklagte. "Ich glaube, ich habe nicht gebremst."

An den weiteren Verlauf der Tat erinnere er sich nicht. Er erinnere sich an Schreie, an ein Handy neben einer Tasche und dass seine Frau unterhalb des Autos gelegen habe. "Es tut mir leid", sagte der Angeklagte.

Schläge mit Axt und Beil

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem heimtückischen und aus niedrigen Beweggründen begangenen Mord vor. Laut Anklage hatte der deutsche Staatsbürger im Oktober 2019 seine 31 Jahre alte Frau mit einem angemieteten Auto angefahren und danach mit einem Beil und einer Axt auf sie eingeschlagen. Die Ermittler gehen von etwa 18 Hieben gegen den Kopf- und Halsbereich aus. Die Frau habe aber bereits bei der Kollision tödliche Verletzungen erlitten.

Zum Zeitpunkt der brutalen Attacke wohnte die 31-Jährige mit den Kindern in einem Limburger Frauenhaus. Der Angeklagte hatte einen Privatdetektiv engagiert, um den Aufenthaltsort seiner Frau herauszubekommen. Er habe gewollt, dass seine Frau denselben Schmerz verspüre wie er und wollte ihr zunächst die Kinder "entreißen", erklärte der Angeklagte vor Gericht. Kurz vor der Tat habe er den Entschluss gefasst, dass sowohl er als auch seine Frau sterben sollten. "Ich wollte, dass es da endet."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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