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Japanische Mondsonde erwacht zu neuem Leben


Raumfahrt
Japanische Mondsonde erwacht zu neuem Leben

Von dpa
Aktualisiert am 29.01.2024Lesedauer: 2 Min.
Japans Mondsonde «SLIM»VergrĂ¶ĂŸern des BildesDie Mondsonde "SLIM" kommuniziert nach anfĂ€nglichen Problemen wieder mit der japanischen Raumfahrtbehörde Jaxa. (Quelle: Uncredited/JAXA/Takara Tomy/Sony Group Corporation/Doshisha University/AP/dpa/dpa-bilder)
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Aufatmen in Japan: Die auf dem Mond gelandete Sonde "SLIM" bekommt wieder Strom. Sie liegt da oben zwar etwas ungĂŒnstig. Trotzdem funkt das kleine GerĂ€t jetzt fleißig wieder vom Erdtrabanten zur Erde.

Die auf dem Mond gelandete japanische Sonde "SLIM" ist nach tagelangem Stromausfall in Betrieb gegangen. Wie die japanische Raumfahrtbehörde Jaxa bekanntgab, produzieren die Sonnenkollektoren jetzt offenbar Strom.

"SLIM" (Smart Lander for Investigating Moon) war am 20. Januar japanischer Zeit auf der MondoberflĂ€che gelandet. Allerdings lieferten die Sonnenkollektoren des nur 2,4 Meter hohen GerĂ€ts nach der Landung keinen Strom mehr, da sie nach Westen und damit von der Sonne weg ausgerichtet waren. Die Sonde lief zunĂ€chst ĂŒber Batterie, bevor sie abgeschaltet wurde.

"Die Kommunikation mit SLIM wurde gestern Abend erfolgreich hergestellt, und der Betrieb wurde wieder aufgenommen!", teilte Jaxa auf der Plattform X (vormals Twitter) mit. Die Sonde erkunde inzwischen auch die MondoberflĂ€che und habe erfolgreich Fotos von Felsbrocken zur Erde gesendet, darunter von einem namens "Toypudel", hieß es. Jaxa geht davon aus, dass die Sonnenkollektoren trotz ihrer ungĂŒnstigen Ausrichtung Strom produzieren können, sobald das Sonnenlicht von der Westseite des Mondes her auf sie einfĂ€llt.

Japan als fĂŒntes Land auf dem Mond

Japan ist nach der ehemaligen Sowjetunion, den USA, China und Indien das fĂŒnfte Land, dem eine sanfte Landung auf dem Erdtrabanten gelungen ist. "SLIM" war an Bord einer TrĂ€gerrakete vom Typ H2A im September vom japanischen Weltraumbahnhof Tanegashima zum Mond aufgebrochen. Jaxa hatte sich trotz der anfĂ€nglichen Probleme mit der Energieversorgung zufrieden mit dem Projekt gezeigt. Denn bei der Mondlandung sei eine noch nie dagewesene Zielgenauigkeit von weniger als zehn Metern erreicht worden. Möglicherweise sei "SLIM" sogar nur etwa drei bis vier Meter vom Zielort gelandet, hieß es.

"SLIM" landete demnach wie geplant nahe des Kraters Shioli in einem niedrig gelegenen Gebiet, das als "Nektarmeer" bezeichnet wird. Japans Raumfahrtagentur hofft, dass die erfolgreiche PrĂ€zisionslandung von "SLIM" den Übergang von einer Ära des "Landens, wo wir können" zu einer Ära des "Landens, wo wir wollen" einleitet.

Die gewonnenen Daten sollen bei der Planung kĂŒnftiger Mondmissionen zum Einsatz kommen, zum Beispiel im Rahmen des von den USA geleiteten "Artemis"-Programms. Dabei will die Nasa nach mehr als 50 Jahren wieder Menschen auf den Mond bringen - allerdings wurde die Mondlandemission "Artemis 3" kĂŒrzlich auf September 2026 geschoben.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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