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Dinosaurier: Neue Art entdeckt – das "Rindvieh der Kreidezeit"


Wissenschaftler jubeln über Jahrhundertfund
Neue Dinosaurier-Art entdeckt

Von t-online, mtt

10.07.2024Lesedauer: 2 Min.
Zeichnung des neuen Dinosauriers: Er wurde nach Fundort und Entdecker benannt.Vergrößern des BildesZeichnung des neuen Dinosauriers: Er wurde nach Fundort und Entdecker benannt. (Quelle: Natural History Museum)
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Er war wohl so etwas wie das Rindvieh der Kreidezeit: Forscher haben den Fund eines neuen Dinosauriers bekannt gegeben.

900 Kilogramm schwer, groß wie ein Bison – und wenn er mit seiner Herde über die Ebene trampelte, erzitterte vermutlich der Boden: So beschreiben Forscher eine neu entdeckte Dinosaurier-Art. Der Fund wurde jetzt in der Fachzeitschrift "Journal of Systematic Palaeontology" bekannt gegeben.

Entdeckt wurden 149 einzelne Knochen des Tiers, dessen Art auf den Namen "Comptonatus Chasei" getauft wurde. Es handele sich um einen der vollständigsten Funde seit Langem, vermutlich seit 100 Jahren, hieß es.

Dinosaurier "aus der Klippe gegraben"

Der Name der neuen Art setzt sich aus dem Fundort, Compton Bay auf der Isle of Wight, und dem Namen des verstorbenen Entdeckers, Nick Chase, zusammen. Chase war bereits 2013 auf das Dino-Skelett gestoßen, aber zunächst rechneten die Forscher es einer anderen, schon bekannten Art zu. Dann bemerkten sie jedoch wesentliche Unterschiede, wird Jeremy Lockwood vom britischen Natural History Museum in einer Mitteilung zitiert.

Lockwood gehörte damals zum Team von Chase, jetzt fungierte er als Hauptautor der wissenschaftlichen Studie. "Als wir diesen Dinosaurier aus der Klippe gruben, dachten wir, es handele sich um ein Exemplar von Mantellisaurus atherfieldensis", schilderte der Wissenschaftler die Entdeckung vor mehr als zehn Jahren. Aber das entdeckte Exemplar habe einzigartige Rillen in den Zähnen und eine andere Schulter-Struktur gehabt.

Hilft der neue Dino beim Lösen eines Todes-Rätsels?

Der Pflanzenfresser aus der Familie der Iguanodontia sei in der frühen Kreidezeit vermutlich in Herden umher gestreift. Fossilien verschiedener Arten würden darauf schließen lassen, dass die Tiere zur Verteidigung gegen Fleischfresser zusammengehalten hätten – daher würden die Iguanodontia auch als "Rinder der Kreidezeit" bezeichnet.

Die Isle of Wight im Süden Englands ist bekannt für ihre Fossilienvorkommen. Von der Entdeckung, die in dem Fachblatt "Journal of Systematic Palaeontology" veröffentlicht wurde, erhoffen sich Wissenschaftler Informationen darüber, wie sich Lebensräume nach einem Massenaussterben zum Ende des Jura-Zeitalters wieder erholten. Das Fossil weise auf eine sich rasch fortschreitende Evolution bei Iguanodontia-Dinosauriern hin, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA die Paläontologin Susannag Maidment vom National History Museum in London.

Verwendete Quellen
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