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Russische Botschaft fordert Hinrichtung von Kriegsgefangenen


Russische Botschaft: Gefangene verdienen einen "erniedrigenden Tod"

Von t-online, mm

Aktualisiert am 30.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Aftermath of prison shelling in Olenivka
"Vorsätzliche Kriegsverbrechen": Aufnahmen zeigen das zerstörte Gefängnis nach dem Angriff. (Quelle: Glomex)
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Dutzende inhaftierte ukrainische Kämpfer sind in einem Gefängnis ums Leben gekommen. Russlands Botschaft reagiert mit Häme.

Die russische Botschaft in Großbritannien hat mit Aussagen über den verheerenden Angriff auf ein Gefangenenlager in der Region Donezk für Aufsehen gesorgt. Die Asowstal-Kämpfer verdienten "die Hinrichtung, aber nicht durch Erschießen, sondern durch Erhängen, denn sie sind keine echten Soldaten", schrieb die Botschaft am Freitagabend auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Die Gefangenen verdienten demnach "einen erniedrigenden Tod".

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Bei dem Angriff auf das russische Gefängnis in dem Ort Oleniwka in der Region Donezk wurden am Freitag mindestens 50 ukrainische Kriegsgefangene getötet. Bei den Insassen soll es sich hauptsächlich um Kämpfer aus dem Asowstal-Werk in Mariupol gehandelt haben. Das Lager befand sich unter der Kontrolle prorussischer Separatisten. Nachdem die ukrainischen Soldaten sich wochenlang auf dem Fabrikgelände verschanzt hatten, gaben sie vor einigen Wochen auf und kamen in russische Gefangenschaft.

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Empörte Twitter-Nutzer

Mit ihrer Äußerung fordert die diplomatische Vertretung Russlands öffentlich ein Kriegsverbrechen. Die Misshandlung und Tötung von Kriegsgefangenen ist nach der Genfer Konvention als solches streng verboten.

Auf Twitter reagierten Nutzer bestürzt auf die Aussagen der russischen Botschaft und forderten die Plattform auf, deren Account zu sperren. Das Unternehmen versah den Eintrag mit einem Hinweis auf einen Verstoß gegen die Twitter-Richtlinien zu hasserfülltem Verhalten, löschte den Tweet jedoch nicht, da ein öffentliches Interesse an der Mitteilung bestehen könne.

Selenskyj: Angriff auf Gefangenlager war Kriegsverbrechen

"Dies ist eine weitere Bestätigung, dass Russland ein Terrorstaat ist", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitagabend. Bei dem Angriff handle es sich um ein "absichtliches Kriegsverbrechen", für das es "Vergeltung" geben werde.

Russland machte dagegen ukrainische Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, es sei ein von den USA gelieferter Himars-Raketenwerfer dabei eingesetzt worden. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig prüfen. Einen Tag nach dem Angriff veröffentlichte das Ministerium eine Liste mit Namen von 50 Toten und 73 Verletzten.

Die Genfer Konvention verbietet die Misshandlung von Kriegsgefangenen. Sie stehen unter einem besonderen Schutz. Ein Soldat macht sich beispielsweise in der Regel nicht strafbar, wenn er im Gefecht einen gegnerischen Soldaten tötet. Hat sich dieser jedoch kurz vorher ergeben, ist es ein Kriegsverbrechen.

Verwendete Quellen
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