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Ukraine-Krieg: Russland verwendet laut Blogger wohl beschönigte Karten


Kriegsblogger frustriert
Russlands Generäle verlangen offenbar geschönte Frontberichte

Von t-online, csi

09.11.2023Lesedauer: 2 Min.
Russischer Soldat (Archivbild): Die Soldaten an der Front und der Generalstab der Russen sollen mit unterschiedlichen Karten arbeiten.Vergrößern des BildesRussischer Soldat (Archivbild): Die Soldaten an der Front und der Generalstab der Russen sollen mit unterschiedlichen Karten arbeiten. (Quelle: Stanislav Krasilnikov/imago-images-bilder)
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Die Karten des russischen Generalstabs sind angeblich deutlich besser als die tatsächlichen an der russischen Front. Das behaupten russische Militärblogger.

Russische Streitkräfte sollen operative und taktische Entscheidungen auf der Grundlage von Karten treffen, die von der Situation vor Ort abweichen. Das schreibt das Institute for the Study of War (ISW) unter Berufung auf einen russischen Militärblogger.

Demnach soll es zwei Karten geben – eine für die Soldaten an der Front und die andere für den Generalstab, erfuhr der Militärblogger eigenen Angaben zufolge von einem in der Ukraine stationierten Soldaten. Die erste sei "die echte", die Karte des Generalstabs hingegen sei beschönigt.

Vorgehen bereits aus der Vergangenheit bekannt

Russische Kommandeure sollen den Soldaten Angriffe befehlen, um den Frontverlauf auf der "echten" Karte an den beschönigten Frontverlauf des Generalstabs anzunähern. Das sei aber aufgrund der Situation und der Tatsache, dass der Generalstab immer mehr positive Berichte verlange, nicht realistisch. Das bedeutet, "die Karte des Generalstabs wird viel schneller besser als wir sie einholen", so der Militärblogger in seinem Beitrag bei Telegram.

Ein anderer Militärblogger behauptete dem ISW zufolge, dass es ein solches Vorgehen bereits in der Vergangenheit gegeben habe. Die meisten dieser Situationen beschränkten sich allerdings auf die Ebene des Bataillons beziehungsweise Regiments. Das bedeute, dass Stellungen aufgegeben wurden, dem Hauptquartier an der Front dies aber nicht gemeldet wurde. Dass nun die Karten des Generalstabs beschönigt werden, sei neu.

Beide Militärblogger kritisierten dieses Vorgehen deutlich. "Zuschreibungen und Beschönigungen sind die größten Feinde an der Front, die größten Killer und das schwierigste Hindernis auf dem Weg zum Sieg", fügt einer an. Der andere betonte, es sei unmöglich, auf der Grundlage unzuverlässiger Daten zweckmäßige Entscheidungen zu treffen.

Verwendete Quellen
  • understandigwar.org: "RUSSIAN OFFENSIVE CAMPAIGN ASSESSMENT, NOVEMBER 8, 2023" (englisch)
  • t.me: Beitrag von Два майора (russisch)
  • t.me: Beitrag von Роман Алехин (russisch)
  • t.me: Beitrag von Romanov Лайт (russisch)
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