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Ukraine-Krieg: Warum russische Schiffe plötzlich im Schwarzen Meer umdrehen


"Interessanter Vorfall"
Warum russische Schiffe plötzlich im Schwarzen Meer umdrehen

Von t-online
Aktualisiert am 04.03.2024Lesedauer: 2 Min.
Der russische Lenkwaffenkreuzer "Moskwa" ist vor ein Jahr nach einem ukrainischen Angriff gesunken.Vergrößern des BildesDer russische Lenkwaffenkreuzer "Moskwa": Das Schiff ist 2022 gesunken. (Archivfoto) (Quelle: picture alliance / dpa./dpa)
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Die Schwarzmeerflotte Russlands ist eigentlich der ukrainischen Marine zahlenmäßig weit überlegen. Allerdings scheint die Flotte ihre Gegner mittlerweile sehr zu fürchten.

Russische Schiffe haben offenbar immer größere Probleme, Angriffen der Ukraine im Schwarzen Meer zu entgehen. Das geht aus einem Bericht des US-Nachrichtenmagazins "Newsweek" hervor. Demnach sei es zuletzt häufiger vorgekommen, dass russische Schiffe bei ihrer Fahrt vom Bosporus in Richtung der völkerrechtswidrig annektierten ukrainischen Halbinsel Krim plötzlich umgekehrt seien.

"Kürzlich ereignete sich ein interessanter Vorfall, als sie zwei Schiffseinheiten schickten, um ihre Schiffe vom Bosporus zu eskortieren. Das kommt nicht oft vor, nur etwa einmal im Monat. Aber irgendwann haben sie einfach umgedreht und sind zurückgefahren", sagt Dmytro Pletenschuk, Sprecher der ukrainischen Marine, laut der ukrainischen Nachrichtenagentur Unian.

"Flohen zu ihren Verstecken"

"Diese Schiffe wurden gezwungen, sich entlang der türkischen Grenze zu bewegen und versteckten sich praktisch in türkischen Hoheitsgewässern. Sie nahmen also nicht den kürzesten Weg, den sie normalerweise nehmen würden, sondern flohen zu ihren Verstecken", fügte der Sprecher hinzu.

Dabei handelt es sich offenbar nicht um einen Einzelfall: Im Netz kursieren digitale Daten von mehreren russischen Frachtschiffen, die ebenfalls auf dem Weg Richtung Krim plötzlich wieder umgekehrt waren.

Video | Diese Drohnen sind eine Gefahr für Putins Schwarzmeerflotte
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Quelle: t-online

Die Einschätzung, dass Russland offensichtlich Probleme im Schwarzen Meer hat, teilte jüngst auch das britische Verteidigungsministerium: Zwar sei die Schwarzmeerflotte noch in der Lage, vom östlichen Teil des Meeres die Ukraine anzugreifen, aber es sei mittlerweile deutlich geworden, dass die russische Strategie nicht wie gewünscht funktioniere, teilte das Ministerium im Februar mit.

33 Prozent der Schiffe "deaktiviert"

Auch das amerikanische Institute for the Study of War (ISW) schrieb in einem Briefing im Dezember, dass einige Schiffe der Schwarzmeerflotte in Sewastopol bereits abgezogen wurden. Die Stadt auf der Krim gilt als wichtigste Knotenpunkt der russischen Marine in der Region, war allerdings auch in den vergangenen Monaten Ziel verschiedener ukrainischer Angriffe.

Im Vergleich zu Russland verfügt die Ukraine über eine eher kleine Marine: Allerdings hat sich das Land im Verlauf des Krieges immer wieder erfinderisch gezeigt und unter anderem viele Erfolge durch den Einsatz von Unterwasserdrohnen verbuchen können. Das Zentrum für strategische Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte (StratCom) sagte, bis zum 6. Februar seien etwa 33 Prozent der Kriegsschiffe der Schwarzmeerflotte "deaktiviert" worden. Bereits 2022 wurde etwa mit dem Lenkwaffenkreuzer "Moskwa" eines der Flagschiffe der Flotte zerstört.

Das russische Verteidigungsministerium ließ eine Anfrage von "Newsweek" zu den Fällen unbeantwortet.

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