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Die DDR – dafür beneidete sie sogar der Westen | Exklusiver Trailer


Trailer zu neuem Film
In dieser Hinsicht war die DDR Spitzenklasse

Von Marc von Lüpke

Aktualisiert am 16.07.2022Lesedauer: 2 Min.
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Marlene Burow (v.) spielt die Hauptrolle im Film "In einem Land, das es nicht mehr gibt". t-online zeigt exklusiv den Trailer.Vergrößern des Bildes
Marlene Burow (v.) spielt die Hauptrolle im Film "In einem Land, das es nicht mehr gibt". t-online zeigt exklusiv den Trailer. (Quelle: Ziegler Film/TOBIS/Peter Hartwig)

Als grau in grau galt die DDR. Ganz stimmt das aber nicht, in Sachen Mode war die Diktatur teils Avantgarde. Ein neuer Kinofilm blickt hinter die Kulissen – sehen Sie hier den Trailer.

"Was ist es dir wert, deinen Traum zu leben?" Eine gute Frage, bereits in einer freiheitlichen Demokratie. Was aber, wenn eine junge Frau damit konfrontiert wird – in der DDR, in dem SED-Bonzen und Staatssicherheit das Sagen haben? So ergeht es Suzie im Kinofilm "In einem Land, das es nicht mehr gibt" der Regisseurin Aelrun Goette, der am 6. Oktober 2022 in die Kinos kommt.

Sehen Sie hier den Trailer zum Film:

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Suzie wird 1989 von der Schule verwiesen, so schnell konnte es im Arbeiter- und Bauernstaat gehen, wenn man das Falsche las. Werkbank statt Schulbank, Suzie muss sich in einem Kabelwerk im Sinne des Sozialismus "bewähren". Doch das Unverhoffte geschieht, die frischgebackene Werktätige kommt in Kontakt mit der Modewelt der Deutschen Demokratischen Republik, die es durchaus gegeben hat.

Nichts für Apparatschiks

So in Form der legendären Modezeitschrift "Sibylle", auch als "Vogue des Ostens" tituliert. Dann aber auch durch den "Volkseigenen Handelsbetrieb (VHB) Exquisit", dessen Kollektionen heiß begehrt und durchaus auch im Westen respektiert wurden.

"In einem Land, das es nicht mehr gibt" startet am 6. Oktober 2022 im Verleih von TOBIS bundesweit in den Kinos.

Nun konnten schlecht die Apparatschiks der SED anspruchsvolle Mode entwerfen, Esprit und Stil waren ihre Sache nicht. Sie waren eher "graue Herren". Deswegen musste auch die DDR gewisse Spielräume für die Menschen hinter dem Eisernen Vorhang ermöglichen, die ein Auge fürs Schöne und Kreative hatten. In diese Szene "rutscht" Protagonistin Suzie in "In einem Land, das es nicht mehr gibt" hinein.

Zahlreiche Ostdeutsche dürfen sie auf der Titelseite der "Sibylle" bewundern, sie fährt nach Leipzig zur Präsentation der neuesten Modemesse. Klingt fast wie ein Traum, nur ist es ein Traum hinter Gittern, beziehungsweise einer Mauer. Denn allzu viel dürfen sich die Mitglieder der Ost-Berliner Subkultur nicht erlauben, wenn sie es nicht mit der Staatsmacht zu tun bekommen wollen.

"Mal mit anderen Augen sehen"

Suzies homosexueller Freund Rudi, gespielt vom grandiosen Sabin Tambrea, bekommt dies zu spüren, wie auch Suzie, verkörpert von der brillanten Marlene Burow. Denn die Frage "Was ist es dir wert, deinen Traum zu leben?" bekommt spätestens dann ein besonderes Gewicht, wenn die Stasi ins Spiel kommt. Wer das Ende der Geschichte erfahren will, dem sei der Gang ins Kino empfohlen.

Besonders faszinierend wird "In einem Land, das es nicht mehr gibt" durch die Tatsache, dass die Regisseurin und Drehbuchschreiberin Aelrun Goette eigene Erfahrungen in dem Film verarbeitete. Nicht einmal 20 Jahre alt, wurde sie einst "entdeckt", arbeitete für "Sibylle" und "VHB Exquisit". Mit ihrem Werk will sie dabei helfen, "die untergegangene DDR auch mal mit anderen Augen zu sehen".

Warum dann aber ausgerechnet die Welt der Mode? "Es gab in der Diktatur nicht nur Täter, Opfer und Zeitzeugen", sagt Goette. "Sondern auch Menschen, die stark, kraftvoll und wild waren, die von Freiheit geträumt und sie sich genommen haben." Am Beispiel der Mode ließe sich das hervorragend illustrieren. Gut, dass nun ein Film daran erinnert.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Aelrun Goette (Regisseurin): "In einem Land, das es nicht mehr gibt", Kinostart am 6. Oktober 2022.
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