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Patienten f├Ąlschlich f├╝r hirntot erkl├Ąrt

Von t-online, afp
Aktualisiert am 18.02.2014Lesedauer: 2 Min.
Wurde ein Patient f├╝r hirntot erkl├Ąrt, k├Ânnen die ├ärzte nichts mehr f├╝r ihn tun
Wurde ein Patient f├╝r hirntot erkl├Ąrt, k├Ânnen die ├ärzte nichts mehr f├╝r ihn tun (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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In deutschen Kliniken gibt es nach Recherchen der "S├╝ddeutschen Zeitung" (SZ) immer wieder F├Ąlle, in denen Menschen f├Ąlschlicherweise f├╝r hirntot erkl├Ąrt werden. Wiederholt seien Totenscheine ausgestellt worden, ohne dass der Hirntod - Voraussetzung f├╝r eine Organspende - nach den daf├╝r vorgesehenen Richtlinien diagnostiziert worden sei. Viele ├ärzten mangele es an Erfahrung und Qualifikation.

Vorstand: Patienten waren tats├Ąchlich hirntot

DSO-Vorstand Rainer Hess betonte auf SZ-Nachfrage, dass die Hirntoddiagnostik sicher sei. Nur bei zweien der aufzeigten F├Ąlle seien nach einer falschen Feststellung Organe entnommen worden. Beide Spender, darunter das Kleinkind, seien aber tats├Ąchlich hirntot gewesen, wie sich sp├Ąter herausgestellt habe.

Hess gestand M├Ąngel bei der Diagnostik ein. Am Umstand, dass die Voraussetzung zur Organspende gegeben war, habe das aber nichts ge├Ąndert. Die Zahl der anderen von der SZ genannten F├Ąlle betrage auch nur ein Prozent der vorgenommenen Hirntoddiagnostiken.


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Ein DSO-Insider sagte der SZ indes, dass viele Kollegen sich nicht trauten, die G├Âtter in Wei├č auf Fehler hinzuweisen oder ihnen zu widersprechen: "Sie nehmen die falsche Diagnostik einfach hin und leiten die Organspende ein." Eine fr├╝here Mitarbeiterin best├Ątigte: "Den Mut, sich mit den Fach├Ąrzten anzulegen, haben die wenigsten."

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2000 F├Ąlle pro Jahr

Die Zeitung unterstreicht in ihrem Bericht dem gegen├╝ber, dass es ├╝berhaupt Verst├Â├če gegen die elementaren und von mehreren Stellen als verl├Ąsslich hervorgehobenen Regeln gab. Auch sei eine Dunkelziffer der F├Ąlle zu vermuten, bei denen niemand auf Unregelm├Ą├čigkeiten stie├č.

Der Hirntod wird dem Bericht zufolge in Deutschland pro Jahr bei etwa 2000 Menschen diagnostiziert. Die unzweifelhafte Feststellung des Hirntodes ist nach dem deutschen Transplantationsgesetz die Voraussetzung f├╝r eine Organspende. F├╝r Laien ist der Hirntod oft schwer nachvollziehbar, weil der Verstorbene zumeist keines der allgemein bekannten Todeszeichen aufweist. Mittels Maschinen und Medikamenten schl├Ągt sein Herz, er atmet vermeintlich.

Medikamentenwirkung muss ausgeschlossen sein

Laut den Richtlinien der Bundes├Ąrztekammer muss der Hirntod anderem von zwei daf├╝r qualifizierten ├ärzten unabh├Ąngig voneinander festgestellt werden. Alle Umst├Ąnde, die das Gehirn nur bet├Ąuben wie Medikamente, eine zu niedrige K├Ârpertemperatur, ein Koma oder eine Vergiftung, m├╝ssen ausgeschlossen werden.

In mehreren der SZ vorliegenden F├Ąllen wurde der Hirntod aber festgestellt, kurz nachdem die Patienten mit starken Schmerzmitteln bet├Ąubt wurden. Einen nicht korrekten Test auf Atemstillstand habe es ebenfalls gegeben. Die Fehler seien nicht nur in kleinen Krankenh├Ąusern gemacht worden, die selten mit dem Thema Hirntod konfrontiert werden, sondern auch an Universit├Ątskliniken und in Fachabteilungen.

Ärztekammer: Diagnostik "gesichert und hoch"

Die ├ärztekammer h├Ąlt die Qualit├Ąt der Hirntoddiagnostik f├╝r ausreichend. Diese sei "gesichert und hoch", zitierte die Zeitung aus einer Stellungnahme der Vorsitzenden der drei bei der Bundes├Ąrztekammer angesiedelten Kontrollkommissionen des Transplantationswesens.

Der Neurologe Hermann Deutschmann weist schon seit L├Ąngerem auf Missst├Ąnde hin: "Die Hirntoddiagnostik ist eines der sichersten Verfahren ├╝berhaupt - wenn man die Richtlinien beachtet und Erfahrungen auf diesem Gebiet hat." In fast jedem dritten Fall habe Deutschmann den Kollegen als Zweigutachter widersprechen m├╝ssen.

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Von Marc von L├╝pke
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