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Kampf gegen Herztod: Kardiologen fordern mehr Unterstützung

Kampf gegen Herztod  

Kardiologen fordern mehr Unterstützung

24.04.2019, 17:40 Uhr | dpa

Kampf gegen Herztod: Kardiologen fordern mehr Unterstützung. Herzerkrankungen seien laut DGK die häufigste Todesursache in Deutschland.

Herzerkrankungen seien laut DGK die häufigste Todesursache in Deutschland. Foto: Sebastian Kahnert. (Quelle: dpa)

Mannheim (dpa) - Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) will im Kampf gegen Herzerkrankungen die Politik stärker in die Pflicht nehmen. Herzerkrankungen seien die häufigste Todesursache in Deutschland, sagte DGK-Präsident Hugo Katus bei der Jahrestagung der Gesellschaft in Mannheim.

Es gebe ein störendes Missverhältnis zwischen der Bedeutung der Herzerkrankungen für die Bevölkerung und den politischen Anstrengungen, um hier Abhilfe zu schaffen. Grund dafür seien Klischees über Herz-Patienten und die unterschätzte Gefährlichkeit und die Dauer von Herzerkrankungen. So solle es etwa analog zur "Nationalen Dekade gegen den Krebs" eine nationale Agenda "Kampf gegen Herztod" geben, forderte Katus.

Er betonte, es sei ein verbreitetes Missverständnis, dass Herzerkrankungen allein durch die Behandlung von Risikofaktoren und einen gesunden Lebensstil vermieden werden könnten. Herzerkrankungen träten bei vielen Menschen auf, weil - ähnlich wie bei Tumorleiden - auch genetische Veranlagungen für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems verantwortlich seien. "Es wäre zu kurz gegriffen, kardiologische Erkrankungen stets auf einen ungesunden Lebensstil zurückzuführen", betonte der Mediziner.

Im Jahr 2017 sind laut Katus mehr als 1,7 Millionen Menschen wegen einer Herzerkrankung stationär in deutschen Krankenhäusern behandelt worden. 2016 seien mehr als 207.000 Patienten in Deutschland an einer solchen Erkrankung gestorben. Die kürzlich von der Bundesregierung ausgerufene "Dekade gegen den Krebs" sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie bedrohliche Volkskrankheiten bekämpft werden können, sagte Katus. Er ist Ärztlicher Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie an der Uniklinik Heidelberg. Eine solche Initiative auch für die Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei notwendig. Sie führten zu mehr Todesfällen als alle Tumorerkrankungen zusammen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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