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Trinken wie bei den Pharaonen: Bier aus 5000 Jahre alten Hefekolonien

Trinken wie bei den Pharaonen  

Bier aus 5000 Jahre alten Hefekolonien

23.05.2019, 09:39 Uhr | dpa

Trinken wie bei den Pharaonen: Bier aus 5000 Jahre alten Hefekolonien. Professor Aren Maeir von der Bar-Ilan-Universität.

Professor Aren Maeir von der Bar-Ilan-Universität. Israelische Experten haben Bier mit 5000 Jahre alten Hefekolonien aus antiken Gefäßen gebraut. Foto: Robert Messer. (Quelle: dpa)

Jerusalem (dpa) – Israelische Experten haben Bier mit 5000 Jahre alten Hefekolonien aus antiken Gefäßen gebraut. "Dies ist das erste Mal, dass wir es geschafft haben, antiken Alkohol aus antiker Hefe herzustellen", sagte Izchak Pas von der israelischen Altertumsbehörde am Mittwoch in Jerusalem.

Das Bier ist genießbar, farblich ähnelt es heutigem Bier, allerdings sticht der süße Hefegeschmack hervor.

Die Hefekolonien hatten sich in den Poren ausgegrabener Keramiken, die zur Bierherstellung dienten, gebildet und Tausende von Jahre überlebt, wie die Altertumsbehörde in einer Mitteilung schreibt. Die Tonscherben waren unter anderem bei Ausgrabungen im heutigen Tel Aviv gefunden worden.

Bier sei im Laufe der Geschichte große Macht zugeschrieben worden, heißt es in der Mitteilung. Vor allem für religiöse Zwecke und Kulte spielte Bier demnach eine wichtige Rolle, aber auch bei Heilungen. Die Gefäße hätten bis in die Herrschaftszeiten des ägyptischen Pharaos Namer (rund 3000 vor Christi Geburt) datiert werden können.

Der israelische Bierexperte Itai Gutman hat das Bier gebraut. Bierprüfer hätten das Bier als qualitativ hochwertig und sicher zum Trinken eingestuft, teilte die Altertumsbehörde mit.

"Es schmeckt nicht schlecht", sagte auch Ronen Hasan, Mikrobiologe an der Hebräischen Universität in Jerusalem. "Abgesehen von der Spielerei, Bier aus der Zeit der Pharaonen zu trinken, ist diese Erforschung extrem wichtig für das Feld der experimentellen Archäologie – ein Feld, das versucht, die Vergangenheit zu rekonstruieren."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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