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Studie: Leichen bewegen sich noch lange nach dem Tod

Studie über 17 Monate  

Leichen bewegen sich noch lange nach dem Tod

15.09.2019, 14:03 Uhr | AFP

Studie: Leichen bewegen sich noch lange nach dem Tod. Gräber auf einem Friedhof: Eine Studie über den Verwesungsprozess kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis. (Quelle: imago images)

Gräber auf einem Friedhof: Eine Studie über den Verwesungsprozess kommt zu einem erstaunlichen Ergebnis. (Quelle: imago images)

Auch nach mehr als einem Jahr bewegen sich Verstorbene noch. Eine Forscherin hat das nun mittels einer Studie herausgefunden. Sie beobachtete die Toten 17 Monate lang. 

Ein australisches Team von Wissenschaftlern hat nachgewiesen, dass es bei menschlichen Leichen auch noch mehr als ein Jahr nach dem Tod deutliche Bewegungen gibt. "Wir glauben, dass die Bewegungen auf den Prozess der Verwesung zurückgehen, während der Körper mumifiziert und die Bänder austrocknen", sagte Forschungsleiterin Alyson Wilson am Freitag. Ihre Erkenntnisse könnten die Arbeit von Kriminalisten und Pathologen bei der Aufklärung von Mordfällen verändern.

Tote bewegen sich deutlich

17 Monate lange studierte Wilson die Bewegung einer Leiche. Dafür nutzte sie eine Zeitrafferkamera, die bei der Polizeiarbeit zur Abschätzung der Todeszeit genutzt wird. Tote würden also nicht wirklich in Frieden ruhen, sondern bewegten sich vielmehr deutlich, sagte die Wissenschaftlerin. Unter anderem hätten die Arme, die sich zunächst nah am Körper befanden, am Ende relativ weit daneben gelegen.

Für ihre Untersuchung besuchte sie einmal im Monat eine spezielle Einrichtung in der Nähe von Sydney. Dort wird anhand von 70 Leichen Pionierarbeit auf dem Gebiet von postmortalen Bewegungen geleistet. Wilsons Ergebnisse wurden im Wissenschaftsmagazin "Forensic Science International: Synergy" publiziert.


Wilson hofft, dass ihre Forschungen der Polizei helfen, den Todeszeitpunkt genauer festzustellen. Zudem könnte ein besseres Verständnis von postmortalen Bewegungen auch dazu beitragen, Fehler bei der Feststellung der Todesursache oder bei der Interpretation eines Tatortes zu reduzieren.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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