Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Ozonloch-Mitentdecker Paul Crutzen gestorben

Von dpa
29.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Paul Crutzen, Nobelpreistr├Ąger f├╝r Chemie.
Paul Crutzen, Nobelpreistr├Ąger f├╝r Chemie. (Quelle: Karl-Josef Hildenbrand/dpa./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Mainz (dpa) - Der niederl├Ąndische Chemie-Nobelpreistr├Ąger Paul Crutzen ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das berichteten der niederl├Ąndische Sender NOS unter Berufung auf seine Familie sowie das Max-Planck-Institut f├╝r Chemie in Mainz, an dem Crutzen gearbeitet hatte.

F├╝r seine Forschungen zum Abbau der Ozonschicht durch Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) war Crutzen 1995 mit dem Nobelpreis f├╝r Chemie ausgezeichnet worden. Er teilte sich den Preis mit dem Mexikaner Mario Molina und dem Amerikaner Frank Sherwood Rowland. Crutzen starb in Deutschland im Beisein seiner Familie. Er hinterl├Ąsst seine Frau, zwei T├Âchter und drei Enkel.

Crutzen wurde 1933 in Amsterdam geboren. In den 60er und 70er Jahren untersuchte er den Einfluss von Stickoxiden auf die Ozonschicht - und sagte mit Molina und Rowland voraus, dass diese Schicht durch vom Menschen entwickelte FCKW stark reduziert werden w├╝rde. Die Verwendung von FCKW in K├╝hlschr├Ąnken und Klimaanlagen wurde auch daraufhin verboten. Von 1980 bis 2000 leitete Crutzen als Direktor die Abteilung Atmosph├Ąrenchemie am Max-Planck-Institut f├╝r Chemie in Mainz.

Der Pr├Ąsident der Max-Planck-Gesellschaft, Martin Stratmann, w├╝rdigte Crutzen als Pionier. "Er hat als Erster gezeigt, wie menschliche Aktivit├Ąten die Ozonschicht sch├Ądigen. Dieses Wissen ├╝ber die Ursachen des Ozonabbaus waren die Grundlage f├╝r das weltweite Verbot von ozonabbauenden Substanzen ÔÇô ein bislang einmaliges Beispiel, wie nobelpreisgekr├Ânte Grundlagenforschung unmittelbar in eine weltpolitische Entscheidung m├╝nden kann." Crutzen sei auch ein Vorreiter der Wissenschaften gewesen, die den Einfluss der menschlichen Zivilisation auf die Umwelt in den Blick genommen h├Ątten.

Crutzen ver├Âffentlichte laut Max-Planck-Institut mehr als 360 wissenschaftliche Artikel mit Fachbegutachtung und 15 B├╝cher. Er war einer der weltweit meistzitierten Wissenschaftler, wurde vielfach geehrt und mit Preisen ausgezeichnet. Er war Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Akademien wie der p├Ąpstlichen Akademie der Wissenschaften und Ehrenmitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
US-Geheimdienst berichtet von Ufo-Sichtungen
  • Marc von L├╝bke-Schwarz
Von Marc von L├╝pke
AmsterdamDeutschland
Justiz & Kriminalit├Ąt




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website