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Fairbanks in Alaska: Blutsaugende Fische fallen vom Himmel

Rätselraten in Alaska  

Blutsaugende Fische fallen vom Himmel

14.06.2015, 13:47 Uhr | tom, t-online.de

Fairbanks in Alaska: Blutsaugende Fische fallen vom Himmel. Neunaugen sind im US-Bundesstaat Alaska an untypischen Orten aufgefunden worden. (Quelle: imago/Global Images/Thinkstock)

Neunaugen sind im US-Bundesstaat Alaska an untypischen Orten aufgefunden worden. (Quelle: imago/Global Images/Thinkstock)

Besorgte Anwohner haben in Fairbanks in Alaska die Behörden alarmiert, weil blutsaugende Fische vom Himmel fielen. Die arktischen Neunaugen wurden an den ungewöhnlichsten Orten gefunden. Das Alaska Department of Fish and Game (ADFG) hat nun eine Erklärung für das mysteriöse Fischregnen gefunden.

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Neunaugen leben eigentlich im Chena River nahe der zweitgrößten Stadt Alaskas, Fairbanks. Seit etwa einer Woche wurden aber immer wieder Exemplare an seltsamen Orten, wie auf Supermarkt-Parkplätzen und in Vorgärten entdeckt.

Auch eine Mitarbeiterin eines Second-Hand-Ladens entdeckte ein Neunauge vor ihrem Geschäft. Das ungewöhnliche Äußere des Tieres mit den vielen Löchern veranlasste sie laut "Washington Post" dazu, die ADFG einzuschalten. Die namensgebenden neun Augen sind dabei in Wirklichkeit nicht nur Augen. Neben einem Auge auf jeder Seite verfügen die Tiere über je eine Nasenöffnung und sieben seitliche Kiemenspalten.

Vereinzelte Angriffe auf Menschen

Neunaugen jagen in der Regel Fische. Sie saugen sich an ihnen fest und trinken ihr Blut. Dabei stoßen sie ein Sekret aus, dass die Blutgerinnung ihrer Beute hemmt. Größere Beutetiere überleben diesen Angriff zumeist, für Jungtiere kann er aber auch tödlich enden. Vereinzelt haben Neunaugen in Küstennähe auch schon Menschen etwa in der Ostsee angegriffen, ihr Speichel ist für Menschen aber nicht giftig.

Die ADFG ist dem Fall aufgrund des ungewöhnlichen Fundortes dennoch nachgegangen und schnell auf drei weitere Neunaugen an untypischen Orten gestoßen. An den Tieren seien untypische Kratzer festgestellt worden.

Gehäuftes Auftauchen ist ungewöhnlich

Die Behörde hat dann schnell eine recht einfache Antwort auf die Frage, wie die Neunaugen dort hinkamen, gefunden: Wahrscheinlich seien sie selbst zur Beute geworden. Die Tiere seien wohl von Möwen aus dem Wasser gefischt worden, die die sich windenden Neunaugen dann im Flug wieder verloren haben. Ungewöhnlich an der Geschichte sei höchstens das gehäufte Auftauchen der Tiere.

Die aalähnlichen Neunaugen haben sich seit 500 Millionen Jahren quasi nicht verändert. Die lebenden Fossilien stehen inzwischen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

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