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Trommler-Fisch kann Meeressäuger taub machen

Lärmender Fisch-Sex  

Umberfisch kann Meeressäuger taub machen

20.12.2017, 16:48 Uhr | AFP

Trommler-Fisch kann Meeressäuger taub machen. Fischer am Golf von Mexiko begutachten ihren Fang von Umberfischen.  (Quelle: dpa/The Gulf of California Marine Program)

Fischer am Golf von Mexiko begutachten ihren Fang von Umberfischen. (Quelle: The Gulf of California Marine Program/dpa)

Wenn sich der Trommler-Fisch (Cynoscion othonopterus) im Golf von Kalifornien paart, droht Meeressäugern in der Nähe ein Gehörschaden. 

Wie Wissenschaftler in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie beschreiben, sind die in tropischen und gemäßigten Gebieten des Westatlantiks und des östlichen Pazifiks lebenden Umberfische richtige Krachmacher beim Sex. "Der Fisch sei der nach bisherigen Aufnahmen "lauteste der Welt", erklärt Timothy Rowell von der Universität von San Diego in der Fachzeitschrift "Biology Letters". Wegen Überfischung ist die Art bedroht.

In der Paarungszeit kommen demnach Millionen der bis zu einen Meter langen Fische zu den Brutplätzen und was dann passiert, vergleicht Rowell mit einer "brüllenden Menge in einem Stadion". Schon ein einziger Fisch der Art sei in der Lage, die Stimmstärke eines Wals zu erreichen, heißt es in der Studie. Der Laut des Cynoscion othonopterus gleiche dem eines Maschinengewehrs.

Vibrationsfähige Muskeln der Männlein verursachen Laute

Männliche Exemplare sind der Studie zufolge mit vibrationsfähigen Muskeln um ihre Schwimmblase ausgestattet. Deren rasende Kontraktionen erzeugten das Geräusch von Trommelstöcken auf einem Trommelfell. Für ein paar Wochen versammeln sich sämtliche geschlechtsreifen Umber-Fische der Welt auf weniger als einem Prozent ihres üblichen Verbreitungsgebiets, sie wandern jeden Frühling ins Delta des Colorado River im nördlichen Teil des Golfs von Kalifornien vor der Küste Mexikos. Wenn ihnen dann ihre Feinde wie etwa Delfine zu nahe kommen, droht diesen ein bleibender Gehörschaden, heißt es in der Studie.

Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur AFP

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