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Historischer Fund: Erster Planet in anderer Galaxie? Forscher "fasziniert"

"In größerer Entfernung als je zuvor"  

Forscher entdecken möglicherweise Planeten in anderer Galaxie

29.10.2021, 18:17 Uhr | cck, t-online

Historischer Fund: Erster Planet in anderer Galaxie? Forscher "fasziniert". Die Spiral-Galaxie Messier 51 (Archivbild): Wegen ihrer Form wird sie auch Whirlpool-Galaxie genannt. (Quelle: imago images/StockTrek Images)

Die Spiral-Galaxie Messier 51 (Archivbild): Wegen ihrer Form wird sie auch Whirlpool-Galaxie genannt. (Quelle: StockTrek Images/imago images)

Es wäre ein historischer Fund: Forscher haben mithilfe der Nasa möglicherweise einen Planeten entdeckt, der in einer weit entfernten Galaxie liegt. Doch weitere Untersuchungen könnten kompliziert werden. 

Ein internationales Forscherteam und die US-Raumfahrtbehörde Nasa haben möglicherweise erstmals einen Exoplaneten in einer anderen Galaxie entdeckt. "Dieses faszinierende Ergebnis eröffnet ein neues Fenster für die Suche nach Exoplaneten in größerer Entfernung als je zuvor", teilte die Nasa mit. Als Exoplaneten werden Planeten bezeichnet, die außerhalb unseres Sonnensystems liegen, also eine andere Sonne umkreisen.

Die bisher bekannten rund 4.800 Exemplare liegen allesamt innerhalb der Milchstraßen-Galaxie. Der neue Exoplanet-Kandidat befindet sich hingegen in der Spiralgalaxie Messier 51 (M51), die wegen ihrer Form auch als Whirlpool-Galaxie bezeichnet wird.

Rund 28 Millionen Lichtjahre entfernt

Die Forscher nehmen an, dass der Planet rund 28 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt liegt. Zum Vergleich: Alle bisher gefundenen Exoplaneten in der Milchstraße liegen weniger als 3.000 Lichtjahre entfernt. Die wahrscheinliche Entdeckung wäre mit den herkömmlichen Methoden nicht möglich gewesen, heißt es in der Studie, die in der Fachzeitschrift Nature Astronomy veröffentlich wurde.

Deswegen nutzte das internationale Forscherteam nun das Chandra-Röntgenobservatorium der Nasa. "Wir versuchen, ein völlig neues Feld für die Suche nach anderen Welten zu erschließen, indem wir mithilfe von Röntgenwellenlängen nach Planetenkandidaten suchen", sagte Rosanne Di Stefano vom zur Harvard-Universität gehörenden Zentrum für Astrophysik in der US-Stadt Cambridge. Diese Strategie mache es möglich, Exoplaneten in anderen Galaxien zu entdecken.

Schlechte Aussichten für weitere Untersuchungen

Noch sind aber weitere Untersuchungen nötig, um festzustellen, ob es sich tatsächlich um einen Exoplaneten handelt – und die könnten kompliziert werden. Die Forscher nehmen an, dass der mögliche Planet in etwa so groß ist wie der Saturn und einen Neutronenstern oder ein schwarzes Loch umkreist – allerdings in einer erheblich größeren Umlaufbahn als der Saturn um die Sonne. Dadurch könne es sein, dass der Exoplanet erst wieder in mehreren Jahrzehnten von der Erde aus festzustellen ist.

"Um zu bestätigen, dass wir einen Planeten sehen, müssten wir wahrscheinlich Jahrzehnte warten, bis wir einen weiteren Transit beobachten können", sagt Mitautorin Nia Imara von der University of California in Santa Cruz laut der Nasa-Pressemitteilung. "Und wegen der Ungewissheit darüber, wie lange der Planet für seine Umlaufbahn braucht, wüssten wir nicht genau, wann wir nachsehen sollten."

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