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Kapek: 20.000 neue Wohnungen pro Jahr kein großes Problem


Berlin
Kapek: 20.000 neue Wohnungen pro Jahr kein großes Problem

Von dpa
25.10.2021Lesedauer: 2 Min.
Antje KapekVergrößern des BildesAntje Kapek spricht. (Quelle: Fabian Sommer/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek hält es für realistisch, in Berlin künftig jedes Jahr 20.000 neue Wohnungen zu bauen. "Wenn wir den bisherigen Kurs fortsetzen, werden wir keine großen Probleme haben, die 20.000 Wohnungen zu bauen", sagte Kapek der "Berliner Morgenpost" (Montag). "Wir sind zudem auch bereit, neue Wege zu beschreiten - etwa in dem wir deutlich mehr in die Höhe gehen, am liebsten mit Holzbau. Die Frage, wie das konkret gelingen wird, wird in den nächsten Wochen verhandelt."

Die Zahl 20.000 hatten SPD, Grüne und Linke in ihrem Sondierungspapier festgelegt. Am Freitag haben in Berlin die Koalitionsverhandlungen begonnen, ab Anfang dieser Woche treffen sich die Arbeitsgruppen zum Beraten der Details. Kapek gehört zur sogenannten Dachgruppe, die entscheidet, was im Koalitionsvertrag stehen soll.

Dass es bereits deutliche Kritik an den rot-grün-roten Überlegungen zur Wohnungspolitik gab, wundert sie nicht. "Die Koalitionsgespräche haben noch nicht mal angefangen, aber schon verhandeln alle Akteure der Stadtgesellschaft wie wild miteinander", so die Grünen-Politikerin. Das zeige vor allem, wie drängend das Thema sei. "Ich bin guter Dinge, dass die Vorschläge, die auf dem Tisch liegen, zu einem gemeinsamen Paket geschnürt werden können, das uns alle weiterbringt und was am Ende auch zu großer Zufriedenheit führen wird", sagte Kapek. "Dass jetzt vor den Koalitionsverhandlungen alle erst mal ihre Forderungen in den Raum stellen, das liegt in der Natur der Sache."

Der Berliner Mieterverein kritisierte in der vergangenen Woche, es gebe keine klare Schwerpunktsetzung auf den Bedarf von Neubaumietwohnungen für mittlere und niedrige Einkommen. Die Initiative "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" forderte die schnelle Umsetzung des Volksentscheids zur Enteignung großer Wohnungsunternehmen. SPD, Grüne und Linke wollen das von einer Expertenkommission prüfen lassen.

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