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Kokainschmuggler-Ring zerschlagen ÔÇô Polizist verhaftet

Von afp
Aktualisiert am 01.12.2021Lesedauer: 2 Min.
Einsatzkr├Ąfte bei einer Razzia in Berlin (Archivbild): Dem BKA ist offenbar ein Schlag gegen eine internationale Drogen-Bande gelungen.
Einsatzkr├Ąfte bei einer Razzia in Berlin (Archivbild): Dem BKA ist offenbar ein Schlag gegen eine internationale Drogen-Bande gelungen. (Quelle: Olaf Wagner/imago-images-bilder)
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Dem BKA ist es offenbar gelungen, eine internationale Bande von Drogenschmugglern zu stoppen. Es wurden Haftbefehle gegen mehrere Personen vollstreckt. Darunter auch ein Polizist.

Am Dienstag ist das Bundeskriminalamt (BKA) mit einer Razzia gegen eine des Kokainschmuggels von S├╝damerika nach Deutschland verd├Ąchtigte Bande vorgegangen. Im Zuge der Ermittlungen gegen diese ergaben sich auch Verdachtsmomente gegen drei Berliner Amtstr├Ągerinnen und Amtstr├Ąger, weshalb auch bei diesen am Dienstag Durchsuchungen stattfanden. Dabei wurden diverse Beweismittel wie Mobiltelefone und andere Datentr├Ąger beschlagnahmt.

Von den drei Beschuldigten ist einer den Angaben zufolge Beamter der Berliner Polizei. Die anderen beiden sind bei einem Bezirksamt besch├Ąftigt. Die Tatverd├Ąchtigen sollen gegen Entgelt Abfragen in den Informationssystemen vorgenommen beziehungsweise gef├Ąlschte Dokumente erstellt haben. Gegen zwei der Beschuldigten, darunter der Polizeibeamte, wurden Haftbefehle erlassen. Sie wurden bei den Durchsuchungen angetroffen und verhaftet.

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich nach Polizeiangaben weitere Verdachtsmomente, die nicht im Zusammenhang mit dem Hauptermittlungskomplex wegen Bestechlichkeit und Falschbeurkundung stehen. Diese betreffen f├╝nf weitere Polizeibesch├Ąftigte wegen Strafvereitelung und Urkundenf├Ąlschung. Gegen sie wurden Verfahren eingeleitet. Drei der f├╝nf Verd├Ąchtigen sollen versucht haben, den Verdacht der Bestechlichkeit und der Falschbeurkundung gegen ihren Kollegen zu "vertuschen".

Berlin: "Hochprofessionell agierende und weitverzweigte T├Ąterstruktur"

Die Razzia richtete sich vor allem gegen mehrere "Logistiker" des Kokainverkehrs zwischen Lateinamerika und Europa sowie gegen zwei mutma├čliche kolumbianische Lieferanten. Neben den ├╝berwiegend deutschen Tatverd├Ąchtigen sollen t├╝rkische, griechische, irakische, georgische, ukrainische, lettische und kolumbianische Staatsangeh├Ârige beteiligt gewesen sein, wie die Ermittler erkl├Ąrten. Diese beschlagnahmten gut 14 Millionen Euro.

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Bei der Razzia mit mehr als 220 Polizeibeamten am Dienstag seien mehr als 40 Objekte im In- und Ausland durchsucht worden. In die Ermittlungen eingeflossen seien unter anderem Erkenntnisse von Ermittlern in Frankreich, den Niederlanden, Lettland und Spanien sowie mehr als 120 gerichtlich angeordnete verdeckte Ermittlungsma├čnahmen.

G├╝nter Sohnrey, Oberstaatsanwalt, gibt im Kriminalgericht Moabit ein Pressestatement zu einem Schlag gegen den internationalen Rauschgifthandel. Es hat 14 Verhaftungen gegeben.
G├╝nter Sohnrey, Oberstaatsanwalt, gibt im Kriminalgericht Moabit ein Pressestatement zu einem Schlag gegen den internationalen Rauschgifthandel. Es hat 14 Verhaftungen gegeben. (Quelle: Christoph Soeder/dpa-bilder)

Mutma├čliche Bande bekam Corona-Subventionen

Ausl├Âser der Ermittlungen war die Sicherstellung von 690 Kilogramm Kokain im Jahr 2018 in einem Container im Hafen von Santos in Brasilien, der f├╝r eine Firma in Berlin bestimmt war. Die anschlie├čenden Ermittlungen h├Ątten eine hochprofessionell agierende und weitverzweigte T├Ąterstruktur aufgedeckt, die sich mindestens seit dem Jahr 2011 zusammengeschlossen habe, um ├╝ber in Deutschland installierte Scheinfirmen Kokain nach Deutschland zu schmuggeln. Dabei sollen die Beschuldigten die komplette f├╝r den Rauschgifttransport ben├Âtigte Logistik bereitgestellt haben.

Mithilfe von falschen Personalien sollen die Tatverd├Ąchtigen die Entdeckung ihrer wahren Identit├Ąten nahezu unm├Âglich gemacht haben. Nach der Beschlagnahme des Drogenfunds in Brasilien sei die Gruppe zun├Ąchst abgetaucht. Weitere Ermittlungen h├Ątten dann den Verdacht ergeben, dass sie neue Transportwege ├╝ber Kolumbien, Panama und Mexiko aufbaute, um neue Routen f├╝r illegale Kokaintransporte zu etablieren.

Die Verd├Ąchtigen sollen ein Geflecht von Scheinfirmen betrieben haben. Die Scheinfirmen sollen sie auch genutzt haben, um betr├╝gerisch an Corona-Subventionen zu kommen. Mit Hilfe eines ehemaligen Stasi-Offiziers und der Berliner Niederlassung eines Versicherungskonzerns sollen ├╝ber Jahre die illegal erlangten Gelder gewaschen worden sein.

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Den Beschuldigten wird unter anderem vorgeworfen, an insgesamt neun Kokainlieferungen mit einem Umfang von knapp f├╝nf Tonnen Kokain beteiligt gewesen zu sein. Au├čerdem seien die Kokainabnehmer in Berlin identifiziert worden.

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