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Polizei Düsseldorf: Deutlich mehr Tote auf Autobahnen bei Unfällen


2022 waren es "nur" 15
Deutlich mehr Autobahn-Tote rund um Düsseldorf


20.03.2024Lesedauer: 2 Min.
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Der Beifahrer dieses Bentley verlor im vergangenen November auf der A52 sein Leben.Vergrößern des Bildes
Der Beifahrer dieses Bentley verlor im vergangenen November auf der A52 sein Leben. (Quelle: Polizei)

Auf den Autobahnen, für die die Düsseldorfer Polizei zuständig ist, starben 2023 mehr Menschen als im Jahr davor. Auch die Zahl der Unfälle stieg.

Anfang Dezember 2023: Ein 26-Jähriger hält mit seinem Auto aufgrund eines Defekts am linken Vorderreifen auf dem Seitenstreifen der A44 an. Er steigt aus dem Fahrzeug aus und wird kurz darauf von einem vorbeifahrenden SUV erfasst und nach rechts auf den Seitenstreifen geschleudert. Der Unfallverursacher fährt weiter, der 26-Jährige stirbt.

Der Mann ist in der Unfallstatistik 2023 einer von 24 Toten auf den Autobahnen, für die die Polizei Düsseldorf zuständig ist. Es verloren acht Autofahrer, acht Lkw-Fahrer, drei Fußgänger, drei Beifahrer und zwei Kradfahrer ihr Leben. Im Jahr davor waren es "nur" 15 Tote, somit ist es ein Anstieg von 60 Prozent. Ein deutliches Plus von 24,4 Prozent gibt es auch bei der Zahl der Verkehrsunfällen auf Autobahnen (von 12.179 auf 15.149). Einhergehend ein Anstieg an Verunglückten von 2.141 auf 2.389 (+11,6 Prozent).

Die Zahl der Toten nimmt zu, dafür sinkt die der Schwerverletzten von 419 auf nun 368. Die Polizei Düsseldorf zählt im vergangenen Jahr 1.997 Leichtverletzte, zuvor waren es 1.707.

Deutliches Plus an Unfällen mit Lkw-Beteiligung an Stauenden

Bei Verkehrsunfällen mit Lkws auf Autobahnen gibt es 2023 einen Anstieg von 3,9 Prozent (von 1.369 auf 1.422). Nicht selten sind Lkws an tödlichen Unfällen beteiligt (11 der 24 Toten bei Unfällen mit Lkw-Beteiligung). Alarmierend ist das Plus von 45,2 Prozent bei den Unfällen an Stauenden mit Lkw-Beteiligung (von 305 auf 443). Positiv: Die Polizei vermeldet bei den Lkw-Unfällen einen Rückgang der Verunglückten von 649 auf 560 (-13,7 Prozent) sowie den Rückgang auf 69,7 Prozent bei der Verursacherquote (-1,1 Prozent).

Düsseldorfs Polizeipräsidentin Miriam Brauns bestätigt, dass auf den Autobahnen rund um die NRW-Landeshauptstadt die sogenannten Stauendunfälle aktuell eine Herausforderung für die Verkehrssicherheitsarbeit darstellen. Insbesondere bei den Lkw-Fahrern habe die Polizei im vergangenen Jahr bei Stauendunfällen einen signifikanten Anstieg an verletzten und tödlich verunglückten Personen verzeichnet.

Fehlender Abstand ist laut Brauns wie auch Ablenkung eine der Hauptunfallursachen. Neben Lastkraftwagen, die allein wegen ihrer Masse das Verletzungsrisiko bei Verkehrsunfällen deutlich erhöhten, sei auch die gefahrene Geschwindigkeit auf Autobahnen weiterhin von erheblicher Bedeutung für die Verkehrssicherheit. "Abstand, Aufmerksamkeit und ein niedriges Geschwindigkeitsniveau können Leben retten. Ein Appell, der an alle Fahrzeugführerinnen und Fahrzeugführer gerichtet ist", so die Polizeipräsidentin.

Unfallfahrzeug ist ermittelt

März 2024: Die Polizei hat das Fahrzeug, das den 26-Jährigen auf der A44 tödlich erfasste, ermittelt. Wer am Steuer saß, ist weiterhin Teil der Ermittlungen. Zwei Verdächtige, darunter der Fahrzeughalter aus Niedersachsen, verweigern die Aussage. Das sei ihr gutes Recht, so die Polizei. Sie sei sich aber sicher, bald den Unfallfahrer ermittelt zu haben.

Ein Einzelfall ist eine Unfallflucht auf Autobahnen bei Weitem nicht. Hier gab es im vergangenen Jahr einen Anstieg von 1.809 auf 2.052 Fälle (+13,4 Prozent). Die Zahl der Unfallfluchten mit Personenschaden klettere von 95 auf 118 (+24,2 Prozent).

Verwendete Quellen
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