Sie sind hier: Home > Regional > Düsseldorf >

Rosenmontag: NRW-Karnevalszüge fallen aus – Hochburgen mit Ersatz

Rosenmontag im Lockdown  

NRW-Karnevalszüge fallen aus – Hochburgen mit Ersatzprogramm

15.02.2021, 07:51 Uhr | dpa

Rosenmontag: NRW-Karnevalszüge fallen aus – Hochburgen mit Ersatz. Eine beleuchtete Karnevalsfigur spiegelt sich in einer Pfütze in der Kölner Innenstadt (Symbolbild): Ersatzprogramme sollen den Karnevalisten den Rosenmontag trotz Pandemie versüßen.  (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd/Archivbild)

Eine beleuchtete Karnevalsfigur spiegelt sich in einer Pfütze in der Kölner Innenstadt (Symbolbild): Ersatzprogramme sollen den Karnevalisten den Rosenmontag trotz Pandemie versüßen. (Quelle: Rolf Vennenbernd/Archivbild/dpa)

Schwerer Tag für Jecken in NRW: Wegen der Pandemie müssen die Karnevalisten auf die traditionellen Rosenmontagsumzüge verzichten. Doch in den Hochburgen gibt es kleine Lichtblicke. 

Die Karnevalisten stellen sich auf einen traurigen Rosenmontag ein: Wegen der Corona-Pandemie fallen die großen Umzüge aus. In Düsseldorf und Mainz geschah das zuletzt 2016, als die Züge aus Sorge vor orkanartigen Böen abgesagt wurden. In Köln muss man sogar bis ins Jahr 1991 zurückgehen: Damals verzichteten die Jecken wegen des Golfkriegs auf den Zug.

In Düsseldorf gibt es immerhin einen kleinen Lichtblick für die Karnevalisten. Dort waren acht Entwürfe von Wagenbauer Jacques Tilly zu sehen. Etwa zwei Stunden lang würden die Plastiken in der Düsseldorfer Innenstadt gezeigt, teilte das Comitee Düsseldorfer Carneval im Vorfeld mit. Sie wurden nicht im Konvoi, sondern einzeln auf drei verschiedenen Routen auf Anhängern durch die Straßen gefahren. Damit wollen die Karnevalisten verhindern, dass sich Zuschauergruppen bilden und gegen die Corona-Regeln verstoßen wird. Einen weiteren Wagen von Tilly zur Klimapolitik von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ließ Greenpeace vor dem Kölner Dom auffahren.

Ein Karnevalswagen, der die Kirche des Dorfes Keyenberg, einen Braunkohlebagger und eine Karikatur des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet zeigt, steht auf dem Roncalliplatz: Greenpeace protestiert mit dem Karnevalswagen gegen die Klimapolitik von Laschet. (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd)Ein Karnevalswagen, der die Kirche des Dorfes Keyenberg, einen Braunkohlebagger und eine Karikatur des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet zeigt, steht auf dem Roncalliplatz: Greenpeace protestiert mit dem Karnevalswagen gegen die Klimapolitik von Laschet. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa)

Miniatur-Rosenmontagszug in Köln

Auch in Köln gibt es einen kleinen Ersatz: Seit 14 Uhr zeigt das WDR Fernsehen den Rosenmontagszug im Miniaturformat – als Inszenierung des Stockpuppentheaters Hänneschen. Dafür ist in der Wagenbauhalle des Festkomitees Kölner Karneval eine 32 Meter lange Kulisse der Kölner Altstadt aufgebaut worden.

Der kleine Zug biete alles, was sein großer Bruder auch habe, teilte das Festkomitee mit. Dazu gehören Prunk- und Motivwagen, Tanzgruppen und Gardisten, Kamelle, Pferde und natürlich Zuschauer. Die Motivwagen des Hänneschen-Zugs zeigen unter anderem die Experten Karl Lauterbach, Christian Drosten und Hendrik Streeck als Top-Influencer und schwarze Schäfchen, die in einer zur Waschmaschine umfunktionierten katholischen Kirche wieder weiß gewaschen werden.

Sonst aber ist der Rosenmontag in den Karnevalshochburgen vielfach ein ganz normaler Arbeitstag, so zum Beispiel in der Kölner Stadtverwaltung. Die Kölner Uniklinik schenkt ihren Mitarbeitern den Rosenmontag dagegen als freien "Danke-Tag". Damit soll der außerordentliche Einsatz der Beschäftigten im Corona-Jahr gewürdigt werden.

Unna haut "trotz Lockdown auf die Pauke"

In Unna ist unterdessen alles anders. Dort wird es Corona zum Trotz den traditionellen Rosenmontagsumzug geben – denn der ist ohnehin vergleichsweise pandemietauglich: Seit 65 Jahren zieht Helmut Scherer, Oberjeck der westfälischen Stadt, mit dem wohl kleinsten Rosenmontagsumzug der Welt umher – er selbst kostümiert, mit Pauke und einem Musikwägelchen.

Damit sich am Straßenrand keine Zuschauer drängen, hat der 86-Jährige sein Solisten-Spektakel dieses Jahr auf das Krankenhausgelände der Stadt verlegt: "So kann ich den Patienten dort auch ein bisschen Freude bringen in dieser Zeit", sagte Scherer der Deutschen Presse-Agentur. Sein Motto in diesem Jahr: "Trotz Lockdown auf die Pauke hau'n."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal