• Home
  • Regional
  • D├╝sseldorf
  • W├╝st gewinnt Wahl: Kutschaty h├Ątte nur bei Ampel Chance


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextSchiff zerbricht: 27 Seeleute vermisstSymbolbild f├╝r einen TextPolit-Prominenz bei Adels-TrauerfeierSymbolbild f├╝r einen TextTour: Niederl├Ąnder gewinnt zweite EtappeSymbolbild f├╝r einen TextRegierung r├Ąt zu NotstromaggregatenSymbolbild f├╝r einen TextMassenschl├Ągerei auf "Karls Erdbeerhof"Symbolbild f├╝r einen TextAbifeier eskaliert ÔÇô Polizei r├Ąumt SchiffSymbolbild f├╝r einen TextReiten: Olympiasiegerin disqualifiziertSymbolbild f├╝r einen TextLiebes-Aus bei Milliard├Ąr Hans Georg N├ĄderSymbolbild f├╝r einen TextKilometerlange Schlange an FlughafenSymbolbild f├╝r einen TextSchauspieler Joe Turkel ist totSymbolbild f├╝r einen TextTram knallt gegen Lkw ÔÇô SchwerverletzteSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserZigaretten knapp: Diese Marken betroffenSymbolbild f├╝r einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

W├╝st gewinnt Wahl: Kutschaty h├Ątte nur bei Ampel Chance

Von dpa
15.05.2022Lesedauer: 4 Min.
Hendrik W├╝st
Hendrik W├╝st (l), NRW-Ministerpr├Ąsident und CDU-Spitzenkandidat. (Quelle: Friso Gentsch/dpa/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Ministerpr├Ąsident Hendrik W├╝st hat mit der CDU die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ├╝berraschend klar gewonnen - trotzdem hat auch SPD-Spitzenkandidat Thomas Kutschaty noch einen Funken Hoffnung. Klar ist: F├╝r die bisherige schwarz-gelbe Koalition wird es nicht mehr reichen im einwohnerst├Ąrksten Bundesland. FDP-Spitzenkandidat Joachim Stamp sieht jetzt die Wahlgewinner CDU und Gr├╝ne am Zug - und geht davon aus, dass sie eine Regierung bilden werden. Auch die nordrhein-westf├Ąlische SPD-Generalsekret├Ąrin Nadja L├╝ders sagt: "Nat├╝rlich liegt der Regierungsauftrag bei CDU und den Gr├╝nen."

Die CDU konnte am Sonntag ihre Position als st├Ąrkste Kraft ausbauen und kam laut einer Hochrechnung auf 35,9 Prozent (ZDF, 22.56 Uhr). Doch kam ihr der Koalitionspartner FDP abhanden. Die freien Demokraten schafften mit 5,8 Prozent (ZDF, 22.56 Uhr) voraussichtlich den Wiedereinzug, doch reichte es nicht f├╝r eine Fortsetzung der schwarz-gelben Regierungskoalition.

Abgesehen von der eher theoretischen M├Âglichkeit einer gro├čen Koalition mit der SPD kann W├╝st nur mit den Gr├╝nen weiterregieren. Die konnten mit ihrer Spitzenkandidatin Mona Neubaur ihren Stimmenanteil fast verdreifachen und holten laut ARD-Hochrechnung 18,1 Prozent (22.55 Uhr).

Auf der anderen Seite fuhr die SPD ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl in ihrer einstigen Hochburg NRW ein. Die Sozialdemokraten kamen nur noch auf 26,7 Prozent (ZDF, 22.56 Uhr), 4,5 Prozent weniger als vor f├╝nf Jahren. Dennoch war am Abend rein rechnerisch eine Ampel-Koalition mit den Gr├╝nen und der FDP m├Âglich. F├╝r eine Regierung nur aus SPD und Gr├╝nen zeichnete sich zun├Ąchst keine Mehrheit ab.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Putin hinter Gittern
Wladimir Putin ist im Westen isoliert.


"Es gibt zwei Gewinner heute Abend: Das sind die Gr├╝nen und das ist die CDU", sagte W├╝st am Abend in der ARD. Auf die Frage nach Schnittmengen sagte W├╝st mit Bezug auf NRW: "Wir haben eine Riesenherausforderung vor uns: Das ist Klimaschutz in diesem Industrieland." Ohne die Gr├╝nen namentlich zu nennen, erg├Ąnzte er: "Klimaschutz ist die gr├Â├čte Herausforderung unserer Zeit, unserer Generation." Es gelte nun, in NRW ├Âkologische und wirtschaftliche Kompetenz zusammen zu bringen.

Gr├╝nen-Spitzenkandidatin Neubaur wies den Klimaschutz als wichtiges Thema f├╝r m├Âgliche Sondierungsgespr├Ąche mit anderen Parteien in Nordrhein-Westfalen aus: "Wir haben einen eigenst├Ąndigen und selbstbewussten Wahlkampf gef├╝hrt und offensichtlich sind wir daf├╝r jetzt belohnt worden", sagte sie in der ARD. Auf die Frage, welches Projekt bei Sondierungsgespr├Ąchen f├╝r die Gr├╝nen unverhandelbar sei, nannte sie die "Menschheitsaufgabe Klimaschutz", bei der aber der soziale Zusammenhalt gewahrt werden m├╝sse. "Es wird eine starke gr├╝ne Handschrift geben", sagte Neubaur.

Die Gr├╝nen lie├čen zun├Ąchst offen, mit wem sie lieber zusammenarbeiten w├╝rden. Neubaur sagte im WDR, es d├╝rfe bei der Frage von Koalitionsverhandlungen keine Pr├Ąferenz nach Farben geben. Man werde mit allen demokratischen Parteien sprechen. Sie machte deutlich, dass die Gr├╝nen auf jeden Fall an einer Regierung beteiligt sein wollen.

Auch W├╝st (CDU) will mit allen demokratischen Parteien ├╝ber eine m├Âgliche Regierungsbildung reden. "Ich werde mit allen Vertretern demokratischer Parteien, die jetzt in den Landtag gew├Ąhlt worden sind, das Gespr├Ąch suchen", sagte W├╝st im WDR. "Wir werden eine verl├Ąssliche, eine stabile Regierung bilden, die Antworten auf die Fragen dieser Zeit gibt."

Die SPD gab sich trotz des historisch schlechten Ergebnisses betont gelassen. "Unser Ergebnis liegt unter unseren Erwartungen", sagte Kutschaty am Sonntagabend in D├╝sseldorf vor seinen Anh├Ąngern. Man stehe bereit f├╝r Koalitionsgespr├Ąche. "Wir werden uns die Ergebnisse in Ruhe angucken und gelassen bleiben." Es gebe ├╝berhaupt keinen Grund, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken, so der stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende. "Wir werden uns Gespr├Ąchen nicht verschlie├čen." Die nordrhein-westf├Ąlische SPD-Generalsekret├Ąrin Nadja L├╝ders sieht den Regierungsauftrag zun├Ąchst bei CDU und Gr├╝nen. "Nat├╝rlich liegt der Regierungsauftrag bei CDU und den Gr├╝nen, denen ich herzlich zu dem Erfolg, insbesondere den Gr├╝nen, gratuliere. Aber wir sind bereit f├╝r Gespr├Ąche", sagte L├╝ders dem WDR.

FDP-Spitzenkandidat Stamp sprach von einer "bitteren Niederlage". Es sei nicht gelungen, "unsere W├Ąhlerinnen und W├Ąhler zu mobilisieren", sagte er im WDR. "Wir m├╝ssen jetzt sehen, was hier nicht geklappt hat." Die Probleme seien vielschichtig gewesen. Aber nat├╝rlich sei er der Landesvorsitzende und der Spitzenkandidat. "Und deswegen ist das in erster Linie meine Verantwortung, mein Ergebnis." FDP-Chef Christian Lindner bezeichnete das schlechte Wahlergebnis seiner Partei als "desastr├Âse Niederlage".

Stamp geht von einer k├╝nftig schwarz-gr├╝nen Landesregierung aus. "Wir haben zwei klare Wahlgewinner und ich gehe davon aus, dass die beiden auch miteinander koalieren werden", sagte er im WDR. Angesprochen auf eine denkbare Beteiligung der FDP in einer Ampel-Koalition sagte Stamp: "Sie glauben doch nicht, dass wir angesichts dieses Ergebnisses jetzt hier ├╝ber Regierungsbeteiligung spekulieren." Unter Demokraten schlie├če man zwar nie Dinge grunds├Ątzlich aus. Aber es seien "andere am Zug, hier die Regierung zu bilden".

Auch die AfD schaffte trotz Verlusten mit 5,5 Prozent (Hochrechnung ARD 22.55 Uhr) den Wiedereinzug in den Landtag. Bei ihrem ersten Einzug 2017 hatte sie noch 7,4 Prozent erreicht. "Wir sind gekommen, um zu bleiben", sagte Spitzenkandidat Markus Wagner in der ARD.

Nach Einsch├Ątzung des Politologen Stefan Marschall haben im Wahlkampf der Ukraine-Krieg und die mit ihm verbundenen Themen Energie und Inflation eine entscheidende Rolle gespielt. Die Gr├╝nen h├Ątten diese Themen glaubw├╝rdig besetzen k├Ânnen, auch weil sie mit Bundesau├čenministerin Annalena Baerbock und Wirtschaftsminister Robert Habeck zwei Pers├Ânlichkeiten mit gro├čer Ausstrahlung vorweisen k├Ânnten. Die Gr├╝nen seien jetzt in einer starken Ausgangslage: "Das sind die K├Ânigsmacher. Sie k├Ânnen jetzt zwischen Optionen entscheiden, und das ist nat├╝rlich die beste Position, die man haben kann, denn dann kann man die Preise hochtreiben."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
ARDB├╝ndnis 90/Die Gr├╝nenCDUFDPSPDZDF

t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website