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Essen/Mülheim: Abriss der Brücke auf der A40 hat begonnen

Folgen für Bahn- und Autoverkehr  

Abriss der zerstörten A40-Brücke bei Essen hat begonnen

21.09.2020, 11:49 Uhr | t-online

Essen/Mülheim: Abriss der Brücke auf der A40 hat begonnen. Blick auf die beschädigte Bahnbrücke über die A40: Sie musste nach dem Brand abgerissen werden.  (Quelle: dpa/Roland Weihrauch)

Blick auf die beschädigte Bahnbrücke über die A40: Sie musste nach dem Brand abgerissen werden. (Quelle: Roland Weihrauch/dpa)

Die zerstörte Eisenbahnbrücke an der A40 bei Essen wird nun abgerissen. Sie war bei einem Unfall derart beschädigt worden, dass sie einsturzgefährdet ist. Die Sperrung der Autobahn wird noch länger andauern – mit weitreichenden Folgen für den Verkehr.

Am Montagmorgen ist mit dem Abriss der Brücke über der A40 begonnen worden, die am Donnerstag bei einem Unfall zerstört worden war. Unter der Brücke war ein Tanklastzug nach einem Unfall auf der wichtigen Verkehrsader in Flammen aufgegangen. Die Hitze hatte die Brücke nach Angaben von Statikern abbruchreif gemacht. Später soll eine Behelfsbrücke gebaut werden.

Autofahrer sollten das Kreuz Kaiserberg weiträumig umfahren – bereits am Freitag war es zu kilometerlangen Staus in der Gegend gekommen. Die Strecke ist auch für Fernfahrer wichtig, die deshalb schon am Westhofener Kreuz über die Sperrung informiert werden.

Auch die Bahnstrecke zwischen Duisburg und Essen, auf der das komplette Zugangebot von der S-Bahn bis zum ICE verkehrt, bleibt zunächst gesperrt.

Die Feuerwehr fährt auf der A40 zu einem in Brand geratenen Tanklastzug: Der mit 35.000 Litern Kraftstoff beladene Tanklastzug hatte Feuer gefangen. Die Hitze zerstörte die Eisenbahnbrücke. (Quelle: dpa/Roland Weihrauch)Die Feuerwehr fährt auf der A40 zu einem in Brand geratenen Tanklastzug: Der mit 35.000 Litern Kraftstoff beladene Tanklastzug hatte Feuer gefangen. Die Hitze zerstörte die Eisenbahnbrücke. (Quelle: Roland Weihrauch/dpa)

Die Deutsche Bahn teilte mit, das derzeit aufgrund von geplanten Bauarbeiten bestehende Ersatzverkehrskonzept werde zunächst bis 27. September fortgesetzt. 

Laut der Mitteilung verkehren ab Montagmorgen die S9 von Abellio und der RE14 der Nordwestbahn wieder regulär. Der RE42 endet nicht mehr in Essen Hauptbahnhof, sondern wird über Essen-Altenessen und Oberhausen umgeleitet. National Express teilte mit, aufgrund der Streckensperrung verkehre der RE6 (RRX) ab Montag ausschließlich zwischen Minden und Essen und zwischen Duisburg und Köln/Bonn Flughafen. Der Halt Mülheim könne nicht bedient werden.

Verspätungen im Ersatzverkehr

Der Ersatzverkehr mit Bussen war vor dem Unfall zum Teil über die A40 geleitet worden. Da die Autobahn aber nach dem Unglück noch mindestens zwei Wochen gesperrt bleibt, werden Ausweichrouten geplant. Pendler müssen sich auf Verspätungen einstellen.

Bahn setzt auf Handytickets

In den Bussen gibt es keinen Fahrkartenverkauf. Sie müssen online über die Apps der Verkehrsunternehmen oder an Automaten und Schaltern erworben werden. VRR- und NRW-Tickets sind als Handyticket über den DB Navigator erhältlich. Der Geltungsbereich von Zeitkarten der Preisstufen B und C (Essen/Duisburg) wird um das Gebiet der Preisstufe D erweitert, um weitere Verbindungen zu ermöglichen.

Über die Fahrpläne informieren die auf der Strecke fahrenden Eisenbahnverkehrsunternehmen Abellio Rail NRW, DB Fernverkehr, DB Regio NRW und National Express (RRX) auf ihren jeweiligen Kundenkanälen. Servicemitarbeiter sind an wichtigen Knotenpunkten auf den Bahnhöfen.

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