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So emotional reagieren die Pearl Jam Fans

Von Stefan Simon

29.06.2022Lesedauer: 4 Min.
Sportlicher Typ: Eddie Vedder (m.
Eddie Vedder, der Frontmann der US-Grungeband Pearl Jam (Archivbild): Die Möglichkeiten, während des Konzerts Fotos zu machen, waren sehr eingeschränkt. (Quelle: Kevin Mazur/dpa)
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Die Grunge-Ikonen begeistern Tausende in der ausverkauften Festhalle. Aus vielen Teilen Deutschlands und Europa strömen die Fans nach Frankfurt.

1992 ist die Subkultur Grunge auf ihrem Höhepunkt. Pearl Jam elektrisiert die Massen mit ihrer Überlebenshymne "Alive". Nirvana touren mit ihrer LP "Nevermind" um den Globus. Im selben Jahr gastiert Pearl Jam das erste und bis dato letzte Mal in Frankfurt – vor 400 Besuchern in der altehrwürdigen Batschkapp. 30 Jahre und vier Monate später stehen Pearl Jam auf der Bühne in der ausverkauften Frankfurter Festhalle und begeistern die 13.000 Besucher.

Es ist nur eine von zwei Shows in Deutschland. Daher pilgern auch Fans aus der ganzen Republik und anderen Ländern in die Festhalle. Aber für Hardcore-Fans ist kein Weg zu weit. Das hat seine Gründe: Es mag ein wenig pathetisch klingen, aber Pearl Jam pflegen seit Beginn ihrer Laufbahn die Nähe zu ihren Fans. Sie wechseln bei jedem Konzert die Setlist und lassen jeden ihrer Liveauftritte aufnehmen und stellen sie für einen begrenzten Zeitraum zum Downloaden auf ihre Webseite. Sie zocken ihre Fans nicht ab, das Merchandise ist nicht teuer und sie sind ehrlich zu ihnen, sprechen auch mal die Zuschauer während eines Konzerts an, wenn ihnen etwas nicht passt.

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Zum anderen sind da die Fans selbst. Viele von ihnen sind Mitglied im Ten Club. Der Ten Club wurde aus den Überresten der Mother Love Bone Earth Affair geboren – einer Fanorganisation, die 1990 von Pearl Jam gegründet wurde, um den Fans der Band etwas zurückzugeben und eine Community rund um die Musik von Pearl Jam zu schaffen. Für die Mitglieder gibt es einen gesonderten Einlass. Viele von ihnen sind schon Stunden vor dem Konzert da oder haben bereits über einhundert Shows gesehen.

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Einer dieser besonderen Pearl-Jam-Fans ist Heino Hüttner. Er ist extra aus Hamburg für das Konzert nach Frankfurt gereist. "Es ist bereits meine vierte Show von elf in diesem Sommer", erzählt er. Er ist zudem leidenschaftlicher Sammler von Konzertplakaten der Band. Bekannte Künstler wie Frank Kozik oder Jeff Soto rückten die Band in die verschiedensten Kontexte, zitierten Filmcover oder versteckten andere grafische Anspielungen auf den entsprechenden Konzertort im Design. Während des Reeperbahn-Festivals 2015 in Hamburg organisierte Hüttner sogar eine Ausstellung. Ein Bembel, der klassische Krug, aus dem Apfelwein serviert wird, ziert das Cover in Frankfurt.

Fan Max: Ungreifbar, was der Abend für ihn bedeutet

Zwei Stunden vor dem Konzert sitzen Christina und Max im hinteren Bereich des Innenraums auf dem Boden. Als Pearl Jam, Nirvana oder Soundgarden eine Ära prägten, war Max noch nicht einmal geboren. Max ist 17 Jahre alt. Christina ist seine Mutter. Für beide sei es ein ganz besonderer Moment, Pearl Jam live zu sehen. "Pearl Jam verbindet uns sehr", sagt Christina. Für die 46-Jährige ist es bereits das fünfte Konzert der Grunge-Ikonen. Doch bisher sah sie Pearl Jam stets in Berlin. Jetzt in Frankfurt. "Wir haben zwei Jahre gewartet, weil das Konzert wegen Corona verschoben wurde. Nun spielen sie in meiner Heimatstadt und ich bin hier mit meinem Sohn. Das ist einfach nur schön", sagt sie.

Für Max ist es sogar das erste Konzert in seinem Leben – und dann auch noch von seiner Lieblingsband. Klar, durch seine Mutter stieß er auf Pearl Jam, da war Max gerade einmal sechs Jahre alt. Über Jahre, erzählt er, hört er das Debütalbum "Ten" rauf und runter. Es sei "ungreifbar" zu beschreiben, was der Abend für ihn bedeute. "Ich habe keine Erfahrung, keinen Vergleich. Ich freue mich extrem auf die Band, die Songs zu spüren und welche Gefühle in mir ausgelöst werden", erzählt Max.

Christina und ihr Sohn Max in der Festhalle: Es ist erstes gemeinsames Konzert von Pearl Jam.
Christina und ihr Sohn Max in der Festhalle: Es ist ihr erstes gemeinsames Konzert mit Pearl Jam. (Quelle: Stefan Simon/t-online)

Als Pearl Jam fast pünktlich um 21 Uhr die Bühne betritt, ertönt ein ohrenbetäubender Jubel. Für eine Band dieser Größe ist die Bühne ziemlich schlicht. Kein Schnickschnack, keine Aufbauten, nur die Band und ihre Instrumente. Auch die Lichteffekte werden dezent eingesetzt. Doch all das braucht es auch nicht, denn wenn Eddie Vedder mit seiner zauberhaften Stimme loslegt, stört selbst die bescheidende Akustik der Festhalle nicht.

Fan-Christian: "Ich liebe die Stimme von Eddie Vedder"

Wegen Vedders Stimme freut sich Christian Brenner wie "ein Kind auf Weihnachten", erzählt er vor dem Konzert. "Ich liebe die Stimme von Eddie Vedder. Sie ist einfach einzigartig. Daher freue ich mich darauf, ihn endlich mal live zu hören. Dazu kam ich in den letzten 30 Jahren nicht." Brenner ist 45 Jahre alt und hört Pearl Jam seit 1992. Grunge sei genau sein Ding und somit habe er auch Alben von Nirvana, Soundgarden oder Alice in Chains im Regal stehen. "Pearl Jam ist nun der letzte überlebende Dino des Grunge. Einerseits traurig, aber andererseits bin ich froh, dass es die Band noch gibt." Nach zwei Jahren Warterei sei es nun so weit: "Ein Traum wird wahr."

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Enttäuscht wurden die treuen Fans an diesem Abend nicht: Der Auftritt war musikalisch nahezu perfekt, was nicht nur an Vedders einzigartiger Stimme, sondern auch am Spiel von Leadgitarrist Mike McGready lag. Die Band strotzte vor Spielfreude und hatte sichtbar ihren Spaß. Auch das Publikum im Innenraum und auf den Rängen sprühte vor Energie.

Einer der Highlights an diesem Abend war die Ballade "Jeremy" oder das minutenlange Solo von McGready bei "Porch". Zum Ende hin wurde es noch einmal richtig laut, als die Melodie des Klassikers "Alive" ertönte. Als dann das Konzert nach über zwei Stunden sein Ende findet, wird Pearl Jam minutenlang mit Standing Ovations gefeiert. Als der Rest der Band, mit Unterstützung des ehemaligen Red Hot Chili Peppers Gitarristen Josh Klinghoffer, die Bühne verlässt, bleibt Vedder noch eine Zeitlang stehen. Er genießt sichtlich den Moment, strahlt, deutet auf seinen Arm, dass er Gänsehaut habe. Er verbeugt sich, winkt in die Menge und sagt: "Danke".

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