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"NSU 2.0"-Prozess: Angeklagter droht Journalist Deniz Yücel im Gerichtssaal


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Angeklagter droht Yücel im Gerichtssaal

Von dpa
Aktualisiert am 24.03.2022Lesedauer: 2 Min.
Journalist Deniz Yücel (Archivbild): Der Angeklagte drohte Yücel im Gerichtssaal.
Journalist Deniz Yücel (Archivbild): Der Angeklagte drohte Yücel im Gerichtssaal. (Quelle: Manngold/imago-images-bilder)
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Im Prozess um die "NSU 2.0"-Drohschreiben vor dem Landgericht Frankfurt hat der Angeklagte Alexander M. den als Zeugen anwesenden Journalisten Deniz Yücel verbal bedroht.

Auf die Frage Yücels, ob der Angeklagte bestimmte Mails verfasst habe, sagte Alexander M. vor dem Landgericht Frankfurt, wenn er könnte, würde er "ganz andere Sachen" mit ihm machen. Im Prozess um die "NSU 2.0"-Drohschreiben wirft die Staatsanwaltschaft dem 54-Jährigen aus Berlin unter anderem Beleidigung in 67 Fällen, versuchte Nötigung und Bedrohung vor.

Yücel berichtete als Zeuge, er habe insgesamt fünf Drohmails erhalten. Zwei davon waren bisher nicht Gegenstand des Verfahrens. Zu diesen fragte er den Angeklagten, ob er sie auch verfasst habe – und wurde daraufhin von diesem bedroht und beschimpft. Die Vorsitzende Richterin rief den Angeklagten zur Ordnung und verwies zugleich auf die Unschuldsvermutung, die für Alexander M. gelte.

Die Serie der Drohschreiben hatte im August 2018 mit Todesdrohungen gegen die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Başay-Yıldız und ihre Familie begonnen. Die Schreiben waren mit "NSU 2.0" unterzeichnet in Anspielung auf die rechtsextreme Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU).

Deniz Yücel beunruhigt über Verdacht der Mittäterschaft der Polizei

Yücel, der auch Präsident des PEN-Zentrums Deutschland, ist, sagte, nach Erhalt der Mails mit Todesdrohungen und Beschimpfungen habe sein Verlag für ihn zusätzliche Sicherheitsmaßnamen getroffen. Generell sei er Drohungen deutscher oder türkischer Rechtsextremisten gewohnt. Beunruhigt habe ihn der Verdacht, die Polizei als bewaffnete Staatsgewalt könne involviert sein. Von anderen Mail-Empfängern wie der Linken-Vorsitzenden Janine Wissler waren persönliche Daten an Polizeicomputern abgefragt worden. (Mehr dazu lesen Sie hier).

Yücel kritisierte auch das hessische Landeskriminalamt (LKA), das sich bei seinen Ermittlungen in Form und Inhalt derartig merkwürdig und befremdlich an ihn gewandt habe, dass er nicht geantwortet habe. Auch die Kabarettistin Idil Baydar war ebenfalls als Zeugin geladen, hatte nach Angaben des Gerichts aber abgesagt.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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