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Hamburg: Hitze und Kundennachfrage belasten die Schornsteinfeger


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Kunden wollen Kaminöfen: "Menschen in Panik"

Von dpa
Aktualisiert am 12.08.2022Lesedauer: 1 Min.
Ein Schornsteinfeger misst die Luft an einem Heizkessel (Archivbild): Die Kosten für diese Arbeit können Vermieter auf Mieter umlegen.
Ein Schornsteinfeger misst die Luft an einem Heizkessel (Symbolbild): Viele Kunden wollen sich einen Kaminofen anschaffen. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa-bilder)
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Schwere Arbeit bei Sommerhitze und dann auch noch nervöse Kunden: Schornsteinfeger sind derzeit unter doppelter Belastung.

Die Arbeit der Schornsteinfeger ist bei den derzeit hochsommerlichen Temperaturen besonders schwer. Anstrengend sei nicht nur die Tätigkeit auf den Häusern in schwarzer Kleidung, sondern auch die direkte Arbeit unter den aufgeheizten Dächern. "Da fließt der Schweiß in Strömen", sagte etwa der Obermeister der Hamburger Schornsteinfeger-Innung, Rüdiger Schmidt. Wenn man anschließend in den kühlen Keller zur Heizungsanlage gehen müsse, sei das wie eine Kneippkur.

Schornsteinfegermeister Lutz-Matthias Peters arbeitet in seinem Kehrbezirk in Hamburg-Langenhorn etwa 15 Termine pro Tag ab. Er ist für 3.000 Heizungen zuständig. Trotz des hochsommerlichen Wetters arbeitet der 62-Jährige mit seiner traditionellen Berufskleidung inklusive schwarzem Zylinder. "Ich bin sehr traditionell", sagte er.

Schornsteinfeger in Hamburg hält Hysterie für überzogen

Das Kaminkehren macht jedoch nur einen kleinen Teil seiner Arbeit aus. Auch die Beratung der Kunden spielt eine wichtige Rolle. In diesem Sommer sei da besonders viel zu tun. "Ich habe nur eine Woche Urlaub gemacht, weil wir eine Energiekrise haben und die Kunden meinen, dass sie einen Kaminofen brauchen", sagte Peters.

Die Menschen seien in Panik, weil sie unabhängig von Öl, Gas und Strom sein wollten. Peters halte diese Hysterie für überzogen. Allerdings liebe er selbst auch solche Holzöfen, weil sie für Gemütlichkeit und Lebensqualität sorgten.

Zu den schweren Arbeitsbedingungen sagt Obermeister Schmidt: "Das gehört einfach dazu – wir sind die schwarze Zunft, und darauf werden wir auch nicht verzichten." Allerdings tragen die meisten Schornsteinfeger im Sommer einen leichteren Kehranzug.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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Von Markus Krause

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