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Große Nachfrage nach Corona-Tests vor Weihnachten

Von dpa
Aktualisiert am 19.12.2020Lesedauer: 2 Min.
Blick auf einen Corona-Schnelltest (Symbolbild): Teststationen in Hamburg haben viel zu tun.
Blick auf einen Corona-Schnelltest (Symbolbild): Teststationen in Hamburg haben viel zu tun. (Quelle: Vincent Jannink/ANP/dpa-bilder)
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In Hamburg ist die Nachfrage nach Corona-Tests groß. Kurz vor Weihnachten wollen viele Menschen wissen, ob sie sich angesteckt haben. Wo kann man sich noch schnell testen lassen? Ein Überblick.

Kurz vor Weihnachten ist der Bedarf an Corona-Tests bei den Hamburgern offenbar groß. Einzelne Testzentren stoßen einer dpa-Umfrage zufolge an Kapazitätsgrenzen. "Wir erleben eine stark steigende Nachfrage, besonders in den Nachmittags- und Abendstunden", sagte eine Sprecherin des kommerziellen Testanbieters Centogene. Das Unternehmen mit Sitz in Rostock betreibt in Hamburg ein Testzentrum am Flughafen.

Im bundesweiten Vergleich sei die Auslastung des Hamburger Testzentrums allerdings geringer: Laut Centogene-Website muss man in Hamburg bis zu anderthalb Stunden warten, um getestet zu werden. Am Frankfurter Flughafen kann das derzeit bis zu sechs Stunden dauern.

Wo kann man sich auf Corona testen lassen?

Mit Blick auf die Webseite von "Corona Freepass" sieht es schlecht mit dem Test vor dem Fest aus: Bis Weihnachten sind laut Buchungssystem des Anbieters alle Termine für die Corona-Gurgeltests auf dem Spielbudenplatz nahe der Reeperbahn ausgebucht. Erst vom 27. Dezember an sind demnach wieder Termine frei.

Andere kommerzielle Anbieter in Hamburg gaben auf dpa-Anfrage an, dass sie vor dem Fest noch Kapazitäten frei haben. So verzeichnet DasLab (München) eigenen Angaben zufolge bisher nur eine geringe Nachfrage. Bis zu 20 Menschen testet das Unternehmen demnach täglich in Hamburg-Barmbek. Das sei weniger als die Hälfte von dem, wofür das Labor ausgelegt worden sei, sagte Mitgründer Daniel Fallscheer.

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Tests bis einen Tag vor Weihnachten möglich

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) betreibt ein Testzentrum in Hamburg-Hamm. Dort sei die Nachfrage nach den Tests derzeit hoch, erklärte eine DRK-Sprecherin. Durchschnittlich bis zu 300 Personen rufen demzufolge täglich die Termin-Hotline an. Bis einschließlich einen Tag vor Weihnachten werden die DRK-Teams 140 Beprobungen pro Tag machen, wie die Sprecherin erklärte. Damit sei der Standort voll ausgelastet. Ob das DRK-Testzentrum zusätzlich über Weihnachten öffnen kann, wird noch geprüft.

Der Gesundheitsbehörde zufolge besteht dennoch kein Grund zur Panik: "Ich befürchte derzeit nicht, dass es kurzfristig dazu kommt, dass keine Testergebnisse mehr ermittelt werden können", betonte ein Sprecher. Bis zuletzt wurden in Hamburg den Informationen zufolge täglich rund 17.500 PCR-Tests (Stand 14. Dezember) ausgewertet. Davon seien etwa 5,9 Prozent positiv gewesen. Die Labore haben laut Behörde keine Probleme, zeitweise mehr Tests zu bewältigen.

Hamburger Hausärzte raten derweil davon ab, den Schnelltest kurz vor den Feiertagen in ihrer Praxis zu machen. "Wenn wir noch Asymptomatische testen würden, kämen wir gar nicht mehr hinterher", sagte der zweite Vorsitzende des Hamburger Hausärzteverbands, Mike Müller-Glamann. Demnach testen Müller-Glamann und seine Kollegen vor allem Patienten mit Corona-Symptomen und Menschen aus Funktionsberufen, die den Test nicht selbst bei sich machen können. Allein in seiner Praxis in Hamburg-Bramfeld komme der Allgemeinmediziner so täglich auf bis zu 50 PCR-Tests.

Derzeit sei es für Hausärzte schwer, hochwertige Antigen-Schnelltests zu bekommen, klagt Müller-Glamann. Das liegt nach Einschätzung des Verbandssprechers zum einen an der allgemein hohen Nachfrage vor den Feiertagen, aber auch daran, dass die kommerziellen Anbieter riesige Chargen kaufen. "Plötzlich verschwinden dann einfach 10.000 Schnelltests vom Markt", sagte Müller-Glamann.

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