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Corona in Hamburg: Scientology wirbt mit Kampagnen um Anhänger

Verfassungsschutz warnt  

Scientology wirbt mit Corona um Anhänger

05.04.2021, 13:20 Uhr | dpa

Corona in Hamburg: Scientology wirbt mit Kampagnen um Anhänger. Sitz der Scientology Kirche in Hamburg (Archivbild): In Broschüren wirbt die Organisation mit den Corona-Maßnahmen um Mitglieder. (Quelle: imago images/Waldmüller)

Sitz der Scientology Kirche in Hamburg (Archivbild): In Broschüren wirbt die Organisation mit den Corona-Maßnahmen um Mitglieder. (Quelle: Waldmüller/imago images)

"Wie man sich und andere gesund hält": Mit Kampagnen, die die Corona-Maßnahmen enthalten, werben Scientologen in Hamburg um neue Mitglieder. 

Die als extremistisch eingestufte Scientology Organisation (SO) versucht laut Verfassungsschutz, mit der Corona-Pandemie in Hamburg neue Anhänger zu rekrutieren. "Die verfassungsfeindliche Scientology-Organisation versucht auch die Corona-Pandemie für eine eigene angebliche Gesundheitskampagne zu instrumentalisieren", sagte der Sprecher des Landesamtes, Marco Haase, der Deutschen Presse-Agentur.

So würden an Geschäften Heftchen mit dem Titel "WIE SIE die Ausbreitung von Krankheiten durch Isolation verhindern" verteilt. "Für die Leser ist auf den ersten Blick nicht sofort zu erkennen, dass es sich hierbei um eine SO-Aktion handelt", sagte er.

Plakate und Broschüren

Das in der Broschüre enthaltene sogenannte Gesundheitsprogramm sei eingebettet in eine größere Scientology-Kampagne. "Die Internetkampagne mit dem Tenor "How to stay well – Wie man sich und andere gesund hält" ist international angelegt und läuft in mehreren Ländern." Neben Lehrvideos zum Thema Hygiene würden Plakate mit Titeln wie "Abstand halten", "Händewaschen Vorgehensweise" zum Download und Ausdrucken zur Verfügung gestellt. Auch hier verschleiere die SO, dass sie hinter der Kampagne stehe.

Die Hamburger würden derzeit auch vermehrt die Broschüre "Der Weg zum Glücklichsein" in ihren Briefkästen finden, in der für die scientologische Lebensweise geworben werde. Angeboten würden auch Online-Seminare zu verschiedenen Themen der persönlichen Weiterentwicklung und Lebenshilfe.

Es sei "perfide", wie die verfassungsfeindliche Organisation gezielt versuche, an die Kontaktdaten von Menschen zu kommen, "die sich derzeit in einer persönlichen Krise befinden", sagte Haase und bat um Hinweise zu Flyern, Heftchen und Broschüren. "Jeder Hinweis wird grundsätzlich vertraulich behandelt", versicherte er.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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