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Corona: Friseurin schließt Salon und verlässt Hamburg nach 35 Jahren

Wegen Corona  

Friseurin schließt Salon und verlässt Hamburg nach 35 Jahren

26.04.2021, 08:44 Uhr | t-online

Corona: Friseurin schließt Salon und verlässt Hamburg nach 35 Jahren. Eine Friseurin schneidet einer Kundin die Haare (Symbolbild): Die gebürtige Polin Maria Saganowska will in ihrer Heimat neu durchstarten. (Quelle: imago images/Sven Simon)

Eine Friseurin schneidet einer Kundin die Haare (Symbolbild): Die gebürtige Polin Maria Saganowska will in ihrer Heimat neu durchstarten. (Quelle: Sven Simon/imago images)

Maria Saganowska ist Wahl-Hamburgerin seit 35 Jahren. Seit Corona hat sich für die Friseurin vieles verändert. Nun hat sie eine radikale Entscheidung getroffen: Sie schließt ihren Salon und verlässt Hamburg für immer.

Die Friseurin Maria Saganowska hat neun Jahre lang einen Salon in Hamburg-Barmbek betrieben. Vor 35 Jahren kam die gebürtige Polin nach Deutschland und hat sich hier ihr Leben mit Familie und dem Friseursalon aufgebaut. Nun ist sie laut einem Artikel der "MOPO" zu einem drastischen Schritt gezwungen: Sie macht ihren Laden dicht und geht zurück in ihre Heimat.

In Polen will sie mit einem neuen Salon durchstarten. "Das letzte, was ich will, ist von Hartz IV leben und insolvent sein. Deswegen fange ich  woanders neu an", wird Saganowska zitiert.

In Hamburg sehe sie keine Perspektive mehr. Seit Beginn der Pandemie kamen kaum mehr Kunden, sie brauchte ihre Ersparnisse auf. Seitdem die Testpflicht beim Friseur gilt, wurde es noch schwieriger für sie. Oft habe sie Kunden abweisen müssen, weil diese ohne Testergebnis zum Termin erschienen waren.

Hamburger müssen für einen Friseurbesuch ein negatives PCR-Testergebnis haben, das nicht älter als 48 Stunden ist, oder direkt vor dem Laden einen Schnelltest durchführen. In anderen Bundesländern gibt es diese Regel nicht – weshalb viele Hamburger zu Friseuren nach Schleswig-Holstein fahren. 

"Wenn es gängige Praxis bleibt, dass man sich in Hamburg testen muss, in umliegenden Bundesländern aber nicht, wird es bei uns in Zukunft 25 Prozent weniger Friseurbetriebe geben", zitiert die "MOPO" den Verbandsvorsitzenden der Friseur-Innung, Birger Kentzler. Maria Saganowska ist eine von ihnen.

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