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Tourismusbranche: Fremdenverkehr in Hamburg gewinnt an Fahrt

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Tourismusbranche: Fremdenverkehr in Hamburg gewinnt an Fahrt

26.07.2021, 16:09 Uhr | dpa

Tourismusbranche: Fremdenverkehr in Hamburg gewinnt an Fahrt. Michael Otremba

Hamburg Tourismus Geschäftsführer Michael Otremba schaut in die Kamera. Foto: Ulrich Perrey/dpa (Quelle: dpa)

Der Tourismus in Hamburg lässt das tiefe Corona-Tal nach Brancheneinschätzung in diesem Sommer hinter sich, rechnet aber auch für 2022 noch nicht mit einer Rückkehr auf das Niveau vor der Pandemie. "Es kommen wieder mehr Gäste in die Stadt. Das ist auch der Tenor unserer Gespräche mit der Hotellerie", sagte der Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH, Michael Otremba, dem "Hamburger Abendblatt". Demnach steigt die Belegung der Gästebetten knapp zwei Monate nach dem Ende des Beherbergungsverbotes in der Hansestadt allmählich an. "An den Wochenenden liegt die Auslastung in einigen Häusern bei 60 Prozent und mehr", sagte Otremba. "Im August wird die Nachfrage weiter steigen, und es gibt Hotels, die eine Belegung von rund 80 Prozent erwarten."

Der Tourismus ist neben der Hafenwirtschaft einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Deutschlands zweitgrößter Stadt. Bei deutschen und ausländischen Reisenden war Hamburg - wie die Hauptstadt Berlin - vor der Corona-Pandemie ein Besuchermagnet - auch wegen zahlreicher Messen und kultureller Events. 2019 waren 7,62 Millionen Gäste in Hamburg angekommen, gut 6 Prozent mehr als 2018 und gut 12 Prozent mehr als 2017. Im vergangenen Jahr brach die Zahl auf 3,17 Millionen ein. Von Januar bis Mai kamen nach zuletzt verfügbaren Daten des Statistikamtes Nord lediglich 325.000 Gäste in die Hansestadt.

Otremba äußerte sich zuversichtlich, dass die Lage 2021 besser wird als im vorigen Jahr, rechnet aber selbst für 2022 nicht mit einer Rückkehr auf das Vorkrisenniveau. "Wir sind 2020 auf den Stand von 2006 zurückgefallen, aber an der aktuellen Entwicklung sehen wir, dass Hamburg die Kraft hat, wieder zu alter Stärke zurückzufinden", sagt er. "Es wird Zeit brauchen, und wir werden sicher auch im nächsten Jahr noch nicht wieder auf dem Niveau von 2019 sein."

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