• Home
  • Regional
  • Hamburg
  • Himmelpforten: Gefährliche Mäharbeiten – Verein rettet mit Drohnen Rehkitze


Nachrichten
Ratgeber-Artikel

Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

"Wenn man in die Knopfaugen der Rehkitze schaut ..."

Von t-online, EP

Aktualisiert am 18.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Ein kleines Rehkitz im hohen Gras (Archivbild).
Ein kleines Rehkitz im hohen Gras (Archivbild). (Quelle: sepp spiegl/imago-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextGroße Überraschung in WimbledonSymbolbild für einen TextSchiff zerbricht: 27 Seeleute vermisstSymbolbild für einen TextRegierung rät zu NotstromaggregatenSymbolbild für einen TextPolit-Prominenz bei Adels-TrauerfeierSymbolbild für einen TextHandball-WM: Das sind die DHB-GegnerSymbolbild für einen TextZehn Millionen Euro beim Lotto am SamstagSymbolbild für einen TextMassenschlägerei auf "Karls Erdbeerhof"Symbolbild für einen TextReiten: Olympiasiegerin disqualifiziertSymbolbild für einen TextKilometerlange Schlange an FlughafenSymbolbild für einen TextSchauspieler Joe Turkel ist totSymbolbild für einen TextFußgänger von Auto überrollt – totSymbolbild für einen Watson TeaserZigaretten knapp: Diese Marken betroffenSymbolbild für einen TextErdbeersaison auf dem Hof - jetzt spielen

Mäharbeiten im Frühjahr – für viele Tiere, die sich im hohen Gras und auf Feldern aufhalten, eine Gefahr. Um etwa Rehkitze zu schützen, werden inzwischen zahlreiche Drohnen eingesetzt.

Die Wiesen der Bauern in der Umgebung von Hamburg sind hoch: für kleine Rehkitze ein vermeintlich guter Ort, um sich zu verstecken. Doch so werden sie leider häufig zu Opfern von Mäh- und Landmaschinen. Die scharfen Klingen bedeuten für die Tiere den sicheren Tod.

Vielerorts haben sich Tierretter zusammengefunden, um die Vierbeiner zu schĂĽtzen. So auch im Landkreis Stade. Die Mitglieder vom Verein der Tierhilfe und der Wildtierrettung Breitenwisch-Himmelpforten sind frĂĽhmorgens mit ihren Drohnen rund um das Dorf Himmelpforten im Einsatz, um Tiere in den Feldern aufzuspĂĽren.

Helfer ĂĽberwachen Drohnenflug per Bildschirm

Alleine am Dienstag haben die freiwilligen Helfer in zwei Teams, jeweils mit einer Drohne und Wärmebildkamera ausgestattet, etwa 70 Hektar Land abgesucht. Sechs Kitze konnten sie ausfindig machen und vor Mähunfällen beschützen. Um drei habe sein Wecker geklingelt, seit 5:30 Uhr waren sie dann auf dem Feld im Einsatz, erzählt Stefan Oppel von der Wildtierrettung Breitenwisch-Himmelpforten. "Wenn man dann in die Knopfaugen der Rehkitze schaut, ist das eine Entschädigung für alles", fügt der Tierretter hinzu. "In der Rehkitzsaison muss man beim Schlaf Ausnahmen machen", pflichtet seine Teamkollegin Susanne Luedtke bei.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
"Liebe Regierung, Herr Melnyk ist untragbar"
Ranga Yogeshwar: Der Wissenschaftsjournalist hat einen Appell mit der Ăśberschrift "Waffenstillstand jetzt!" unterschrieben.


Bevor es mit der Suche losgehen kann, müssen die Helfenden allerdings so einiges vorbereiten. Damit die Drohne die Fläche im Netz abfliegen kann, muss der Bereich zuvor mit Elektroden abgesteckt werden, erklärt Ellen Hinck. Dann kann die Flugroute eingegeben und von den Tierschützern gesteuert werden. Über einen Bildschirm kann das Feld abgesucht werden.

Helfende stehen vor dem Bildschirm und ĂĽberwachen das Feld.
Helfende stehen vor dem Bildschirm und ĂĽberwachen das Feld. (Quelle: News5)

Retter mĂĽssen vorsichtig sein, damit die Tiere nicht flĂĽchten

Schon nach wenigen Minuten entdecken die Helfer das erste Kitz. Während zwei Helfer durch das nasse Gras stapfen, werden sie von ihren Teammitgliedern an der Drohne bis zum richtigen Punkt navigiert. Dabei sind sie mit einem Wäschekorb und zwei Fixierstäben ausgestattet, erklärt Stefan Oppel. "Dann heißt es einfach nur schnell sein, denn das Kitz flüchtet." Zweimal sind den Helfern an diesem Tag Tiere entwischt – diese entpuppten sich jedoch dann als Hasen.

Die eingefangenen Tiere werden von den Helfern nicht mitgenommen, sondern in den Körben am Feldrand fixiert und nach dem Mähen sofort wieder freigelassen. "Ein schöner Glücksmoment", wenn alles geklappt hat, erklärten die Helfer, "Dafür steht man gerne auf." Wenn der Bauer mit seiner Arbeit fertig ist, sende dieser eine Nachricht, damit die freiwilligen Tierschützer die Kitze wieder freilassen können.

Ein Rehkitz liegt in einem Korb: Mit der Drohne können die Tiere leichter entdeckt und gerettet werden.
Ein Rehkitz liegt in einem Korb: Mit der Drohne können die Tiere leichter entdeckt und gerettet werden. (Quelle: News5)

"Ricke und Kitz suchen und finden sich dann sofort wieder – durch irgendwelche Laute, die sie abgeben", erklärt Oppel. "Jedes Kitz ist eine gute Quote. Ob es jetzt eins ist oder zehn, das ist immer gut."

Auch Susanne Lüdtke sieht das so: "Das ist ein total schönes Gefühl. Wir haben es auch schon oft beobachtet, wenn die Ricke ihr Kitz nachher abholt. Meistens steht sie dann schon in der Nähe und wartet nur darauf." Manchmal würden dann auch Wildtierkameras aufgestellt, um diesem Moment zu filmen. "Jedes Mal ein Gäsehautmoment", so Lüdtke.

Eine landwirtschaftliche Maschine auf einer Wiese.
Eine landwirtschaftliche Maschine auf einer Wiese. (Quelle: Wassilis Aswestopoulos/imago-images-bilder)

Das Mähwerk der landwirtschaftlichen Maschinen habe eine Spannweite von etwa neun Metern, berichtet Oppelt. Die Rehe hätten keine Chance, zu überleben. Auch der eingebaute "Wildretter" an den Traktoren, der einen Piepton von sich gibt, wenn sich ein Tier in der Nähe befindet, sei nicht hilfreich.

Die Landwirte seien verpflichtet, vor dem ersten Mähen die Flächen nach Tieren abzusuchen, erzählt der Tierretter. Dabei wolle er helfen. Ein totes Kitz, das zwischen das Futtergras gerät, könnte für Kühe und andere Tiere, an die es verfüttert wird, auch toxische und tödliche Folgen haben.

Finanziert wird der neu gegründete Verein komplett über Spenden, so Susanne Lüdtke. Neben der freiwilligen Arbeit fallen regelmäßig Reparatur- und Materialkosten für die Drohnen an.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

t-online - Nachrichten fĂĽr Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website