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Wieder Bootsschuppen in Flammen: Brandstifter gesucht

Von dpa
18.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Feuerwehr
Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr. (Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa/Symbolbild/dpa-bilder)
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In einer großen Bootsschuppen-Anlage am Oberbach in Neubrandenburg hat es zum dritten Mal innerhalb eines Monats gebrannt. Wie eine Polizeisprecherin am Mittwoch sagte, wurde das Feuer in der großen Anlage unweit vom Tollensesee am frühen Morgen von einer Anruferin gemeldet. Es bestehe der Verdacht der Brandstiftung, genaueres soll ein Brandgutachter herausfinden, der von der Staatsanwaltschaft eingesetzt wurde und den Brandort am Mittwoch untersuchte.

Betroffen sind nach den ersten Ermittlungen diesmal 13 Bootsschuppen, die zum Teil mit Booten ausbrannten. In den Schuppen lagern in der Regel Farben und Kraftstoffe, die bei Feuer wie Brandbeschleuniger wirken. Die Feuerwehren konnten diesmal aber verhindern, dass die Flammen auf weitere Schuppen und ein angrenzendes Restaurant übergriffen. Der Sachschaden kann nach Angaben der Sprecherin in diesem Fall noch nicht konkret beziffert werden, werde aber auf etwa 100.000 Euro geschätzt.

Man habe noch nicht alle Schuppenbesitzer erreicht, sagte die Sprecherin. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.

Die Neubrandenburger Polizei fahndet in dem Zusammenhang bereits seit Mitte April nach Bootsschuppen-Brandstiftern. Insgesamt sind bereits etwa 70 solcher Unterstellmöglichkeiten für Motor- und andere Freizeitboote zerstört worden. Der Gesamtschaden wird auf mehr als 1,4 Millionen Euro geschätzt. Zuletzt waren am 5. Mai 60 Bootsschuppen in zwei Doppelreihen - zum größten Teil samt Inhalt - am südlichen Ende der Anlage abgebrannt. Hier brannten zunächst auch nur zehn Schuppen, das Feuer breitete sich aber schnell aus.

Ein Gutachter stellte danach fest, dass es sich wohl um vorsätzliche Brandstiftung handelte. Zuvor waren Mitte April fünf solcher Bootsschuppen am anderen Ende der Gesamtanlage und in der Mitte einer Reihe zerstört worden. Dort war nun auch der dritte Brand aufgetreten. Die gesamte Anlage umfasst rund 400 Bootsliegehäuser.

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