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Das lässt sich nicht mehr retten

Von Carlotta Cornelius

Aktualisiert am 01.07.2022Lesedauer: 2 Min.
"Das ist ja eine Wahnsinnsschlange": So verärgert sind deutsche Passagiere an den Flughäfen über das Chaos. (Quelle: Reuters)
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Um das Chaos an deutschen Flughäfen zu lindern, will die Bundesregierung Gastarbeiter aus der Türkei rekrutieren. Für Sommerurlauber kommt diese Maßnahme zu spät.

Es kommt nicht oft vor, dass Gewerkschaften und Politik einer Meinung sind. Doch das Machtwort in Sachen Flughafenchaos trifft auch bei Verdi auf Zustimmung. "Was die Politik da gemacht hat, ist eine Retourkutsche für alle Verantwortlichen", sagt Verdi-NRW-Sprecher Özay Tarim im Gespräch mit t-online.

Was war passiert? Nach einer Vorankündigung Ende vergangener Woche verkündeten Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) am Mittwoch die Bedingungen für den möglichen Einsatz Tausender Gastarbeiter an deutschen Flughäfen.

Diese sollen nicht, wie ursprünglich von den Betreiberfirmen gefordert, als Leiharbeiter nach Deutschland geholt, sondern zu den gleichen Tarifbedingungen wie alle anderen Flughafenmitarbeiter beschäftigt werden. Damit wolle man "jede Form von Sozialdumping und Ausbeutung ausschließen", so Heil.

Flughafen Köln/Bonn: Sommerferien bleiben chaotisch

Richtig so, findet Tarim, der bereits im Sommer 2021 mit Demonstrationen auf die Personallage an den Flughäfen hinwies. "Die gleichen Akteure, die jetzt der Politik die Türen einrennen, haben das Problem verursacht. Es ist nicht in Worte zu fassen, wie viel Missmanagement da betrieben wurde", ärgert er sich.

Seit Wochen dokumentiert Özay Tarim, Sprecher von Verdi NRW, das Chaos an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf.
Seit Wochen dokumentiert Özay Tarim, Sprecher von Verdi NRW, das Chaos an den Flughäfen Köln/Bonn und Düsseldorf. (Quelle: Özay Tarim)
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Zu den Verantwortlichen zählt der Verdi-Sprecher sowohl die Flughafenbetreiber als auch die Bundespolizei und die von ihr beauftragten privaten Sicherheitsdienstleister, die am Flughafen für die Fahrgastkontrollen zuständig sind.

"Während Corona haben die Firmen Subventionen wie das Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen. Trotzdem gab es allein in Düsseldorf 100 krankheitsbedingte Kündigungen. Befristete Arbeitsverträge hat man auslaufen lassen und mit Abfindungen bei erkrankten Mitarbeitern Anreize geschaffen, die Unternehmen zu verlassen", weiß der Gewerkschaftler.

Gastarbeiter können nicht an Sicherheitskontrollen helfen

Ob die Verantwortlichen zu diesen Bedingungen nun tatsächlich auf Gastarbeiter zurückgreifen werden, bleibe spannend, meint Tarim. Klar sei aber auch: "Für diesen Sommer ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen."

Lange Warteschlangen an Terminal 2 des Flughafens Köln/Bonn: Für Sommerurlauber kommt die Gastarbeiter-Lösung des Bundes zu spät.
Lange Warteschlangen an Terminal 2 des Flughafens Köln/Bonn: Für Sommerurlauber kommt die Gastarbeiter-Lösung des Bundes zu spät. (Quelle: Marc John/Imago) (Quelle: Marc John/imago images)

"Die drängendste Aufgabe ist es, die Personalsituation an der Sicherheitskontrolle der Bundespolizei zu verbessern", erklärt Lukas Weinberger, Sprecher des Köln-Bonner Flughafens, auf Anfrage von t-online. "Für die Sicherheitskontrollen sind ausländische Fachkräfte allerdings nicht vorgesehen."

Vielmehr sollen diese in anderen Bereichen wie der Gepäckabfertigung zum Einsatz kommen. Das Problem: Jeder Flughafenmitarbeiter muss zunächst eine Zuverlässigkeitsüberprüfung (ZÜP) gemäß §7 des Luftsicherheitsgesetzes (LuftSiG) absolvieren. Die braucht zwischen sechs und acht Wochen. Für Sommerurlauber kommt die Hilfe aus dem Ausland also zu spät.

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