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99-facher Kindesmissbrauch in Wermelskirchen: Prozessbeginn in Köln


99 Fälle
Prozess um Kindesmissbrauch in Wermelskirchen hat begonnen

Von dpa
06.12.2022Lesedauer: 1 Min.
Die Anwälte Kantz (l.) und Lange (r.) mit dem Angeklagten beim Prozessauftakt im Missbrauchsfall Wermelskirchen.Vergrößern des BildesDie Anwälte Kantz (l.) und Lange (r.) mit dem Angeklagten beim Prozessauftakt im Missbrauchsfall Wermelskirchen. (Quelle: Florian Eßer/t-online)
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In Köln ist ein Mann wegen vielfachen Kindesmissbrauchs angeklagt. 13 Opfer soll es gegeben haben – in fast 100 Fällen.

Vor dem Kölner Landgericht hat am Dienstag ein Prozess wegen vielfachen Kindesmissbrauchs begonnen. Angeklagt ist ein Mann aus dem nordrhein-westfälischen Wermelskirchen. Laut Anklage wird der 45-Jährige beschuldigt, zwischen 2005 und 2019 in 99 Fällen Kinder sexuell missbraucht zu haben. Der Mann bot sich demnach im Internet als Babysitter an und fand so seine Opfer.

In 89 Fällen soll es um schweren oder besonders schweren sexuellen Missbrauch gehen, bei denen der Angeklagte die Opfer zu "beischlafähnlichen Handlungen" zwang. Weitere Vorwürfe gegen den Mann befassen sich mit Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, auch gegenüber Jugendlichen, sowie Kinderpornografie und Beihilfe zu erheblichen Missbrauchstaten. Insgesamt geht es in dem Prozess um 124 Fälle.

NRW: Jüngstes Opfer 11 Monate alt

Die Anklage geht nach Gerichtsangaben von 13 Opfern aus, die der Angeklagte selbst missbraucht haben soll – mehrheitlich handelte es sich um Jungen. Die Opfer seien zwischen elf Monaten und 13 Jahren alt gewesen. Sieben weitere Kinder soll der Angeklagte durch Beihilfe oder Anstiftung anderer Täter geschädigt haben.

Der Beschuldigte, der bereits im Dezember in seinem Haus in Wermelskirchen festgenommen worden war, hatte seine Dienste als Babysitter gezielt auf Onlineplattformen im Internet angeboten.

Laut Anklage soll er von seinen Taten Bilder und Filme angefertigt haben. Die Ermittler hatten bei seiner Festnahme zahlreiche Datenträger beschlagnahmt – insgesamt waren es 32 Terabyte an Daten. Auf einer Festplatte fanden Ermittler rund dreieinhalb Millionen Bilddateien und anderthalb Millionen Videos.

Verwendete Quellen
  • Material der Nachrichtenagentur dpa
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