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Razzia in Köln: Zoll kontrolliert Shisha-Bars – "Treffer in fast jedem Lokal"

Viele Verstöße  

Großrazzia in Shisha-Bars: Lokal dicht gemacht

06.09.2021, 08:14 Uhr | t-online

Razzia in Köln: Zoll kontrolliert Shisha-Bars – "Treffer in fast jedem Lokal". Beamte des Zolls: In Köln gab es mehrere Durchsuchungen in Shisha-Bars. (Quelle: Sebastian Klemm)

Beamte des Zolls: In Köln gab es mehrere Durchsuchungen in Shisha-Bars. (Quelle: Sebastian Klemm)

Unangekündigter Besuch mitten in der Partynacht: Stadt und Zoll haben zahlreiche Bars und Lokalitäten in Köln durchsucht. Für die Fahnder war es ein langer, aber lohnender Abend.

Am Samstagabend hat es in Köln einen Großeinsatz von Zoll, Polizei und der Stadt Köln gegeben. Dabei wurden gezielt im ganzen Stadtgebiet Shisha-Bars durchsucht. Die Fahnder und Kontrolleure sind dabei auf zahlreiche Verstöße gestoßen. 

"Es geht um unversteuerten Shisha-Tabak", erklärte Zollsprecher Jens Ahland während des abendlichen Einsatzes. "Wir überprüfen, ob der Tabak in versteuerten und geschlossenen Behältnissen ist," so Ahland. Aus geöffneten Behältnissen dürfen keine Einzelportionen verkauft werden.

Jene Betreiber wüssten was sie dürfen und was nicht. Trotzdem: "Wir müssen regelmäßig große Mengen Tabak konfiszieren und mitnehmen." So auch am Samstagabend. "In beinahe jeder Bar hatten wir einen Treffer und haben insgesamt fast 300 Tabakdosen sichergestellt", bilanzierte Ahland.

Ein weiterer Schwerpunkt der Aktion war Schwarzarbeit. "Wir haben immer wieder Verstöße gegen das Mindestlohngesetz", sagte Ahland zu t-online. "Die Leute werden nicht versichert, arbeiten nur zur Probe – und haben also keinerlei Absicherung." Zum Teil würden Mitarbeiter mit 5 Euro pro Stunde abgespeist, statt mit dem gesetzlichen Mindestlohn von 9,60 Euro.

Auch Hunde zum Schutz im Einsatz

Bei den Durchsuchungen waren rund 30 Beamtinnen und Beamten des Zolls im Einsatz. Daneben noch weitere Einsatzkräfte der Polizei, des Ordnungsamtes, Vollstrecker der städtischen Kämmerei und Mitarbeiter der Bauaufsicht. 

Auch zwei speziell ausgebildete Hunde waren dabei. Diese dienten zum Schutz und als Einlasskontrollen in den Bars, wie Zollsprecher Ahland sagte. "Zum anderen auch als Drogenspürhund."

Die Beamten haben in den Shisha-Bars neben den Haupträumen auch Keller und Autos der Betreiber kontrolliert. "Nach dem Tabak suchen wir nicht nur in der Küche", sagte Ahland. In einem früheren Fall hätten die Ermittler 100 Kilogramm Tabak im Wagen eines Mitarbeiters gefunden. 

In einer Shisha-Bar in der Innenstadt weigerte sich ein Betreiber, den Lagerraum hinter einer Stahltür zu öffnen. In dem schlecht belüfteten Kellerraum entdeckte der Zoll mehrere Gefäße und Tüten mit unversteuertem Wasserpfeifentabak. Die hygienischen Zustände in diesem Raum seien "bedenklich" gewesen, heißt es von der Stadt. 

Verstöße in fast jedem Laden

Im Einsatz waren auch Mitarbeiter der Stadt Köln. Sie untersuchten etwa, ob die CO-Warnmelder in den Bars richtig verbaut waren, sagte ein Stadtsprecher. Auch die Einhaltung der 3G-Regeln wurde geprüft.

In Ehrenfeld wurde ein Café wegen Brandschutzmängeln sofort geschlossen, heißt es in der Mitteilung der Stadt Köln. In mehreren Shisha-Bars gab es den Verdacht auf illegales Glücksspiel. Dort wurden Glücksspielgeräte ohne gültiges Prüfsiegel entdeckt – und versiegelt.

Es gab mehrere Pfändungen, so der Sprecher weiter. Diese werden vorgenommen, wenn die betreffenden Personen der Stadtkasse Zahlungen schuldig sind.

Unter anderem wurde der BMW eines Barbetreibers mit einem amtlichen Pfandsiegel versehen. Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet, dürfe der Mann den Wagen noch fahren – aber nicht mehr verkaufen.

Verwendete Quellen:

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