Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen TextRKI: Inzidenz sinkt ÔÇô Anstieg bei BA.5-VarianteSymbolbild f├╝r einen TextBundestag winkt LNG-Gesetz durchSymbolbild f├╝r einen TextRandale bei Eintracht-Feier in FrankfurtSymbolbild f├╝r einen TextEd Sheeran ist ├╝berraschend Vater gewordenSymbolbild f├╝r einen Text135 Millionen Euro f├╝r Mercedes Coup├ęSymbolbild f├╝r einen TextPlatzsturm bei Everton-SpielSymbolbild f├╝r einen TextJamaika-Koalition in Kiel ist vom TischSymbolbild f├╝r einen TextEx-Bundesligatrainer muss bangenSymbolbild f├╝r einen TextKomponist Vangelis ist totSymbolbild f├╝r einen Text400 Reisende in Hitze-ICE gefangenSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserRTL-Moderatorin zeigt sich oben ohne

Polizei versucht Rekonstruktion des Heidelberger Amoklaufs

Von dpa
26.01.2022Lesedauer: 3 Min.
Nach Amoklauf auf Uni-Campus in Heidelberg
Polizei und Wachschutz stehen an dem Eingang zum Geb├Ąude auf dem Gel├Ąnde der Heidelberger Universit├Ąt. (Quelle: R.Priebe/Pr-Video/dpa/dpa-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Nach dem Amoklauf an der Universit├Ąt Heidelberg versucht die Polizei, sich anhand von Zeugenvernehmungen und der Auswertung von Obduktionsergebnissen ein Bild von der Tat zu machen. "Die rund 30 in einem H├Ârsaal vom T├Ąter ├╝berraschten Biologie-Studenten sind gr├Â├čtenteils befragt worden", sagte Polizeisprecher Patrick Knapp am Mittwoch in Mannheim. Sicherlich gebe es auch eine zweite Fragerunde. "Je tiefer wir die Dinge untersuchen, desto mehr neue Fragen tun sich auf."

Ein 18 Jahre alter Student hatte am Montag in einem H├Ârsaal mehrmals auf andere Studierende geschossen. Eine 23-j├Ąhrige Studentin starb an den Folgen eines Kopfschusses, drei weitere Menschen wurden verletzt. Nach der Tat t├Âtete sich der 18-J├Ąhrige selbst.

Mit Blick auf die Augenzeugen der Tat r├Ąt ein Experte, sich Zeit zu geben, das Erlebte verarbeiten zu k├Ânnen. Frank-Hagen Hofmann, der Leiter der Psychosozialen Beratungsstelle des Studierendenwerks, sagte der "Rhein-Neckar Zeitung" (Mittwoch), wichtig seien anfangs oft vor allem ein sicheres Umfeld und Kontakt zu vertrauten Menschen, um sich sicher, unterst├╝tzt und aufgehoben zu f├╝hlen. "Mit dem Umfeld dar├╝ber zu sprechen, sich und sein Erleben mitzuteilen, kann Teil davon sein."

Bei der betroffenen Gruppe handelt es sich um 30 Studierende im Erstsemester. Bis zur Trauerfeier am kommenden Montag setze die Fakult├Ąt Biowissenschaften Pr├Ąsenzveranstaltungen f├╝r Studierende im ersten Semester vorerst aus, sagte der Dekan der Fakult├Ąt f├╝r Biowissenschaften, Joachim Wittbrodt, der Deutschen Presse-Agentur. In h├Âheren Semestern seien bei Lehrveranstaltungen Schweigeminuten und Zeiten zum Austausch geplant. Bei den anstehenden Pr├╝fungen sei nun Augenma├č gefragt, sagte Wittbrodt. Eine Pr├╝fung am Mittwoch dieser Woche sei ausgesetzt worden, f├╝r weitere werde es Ersatztermine geben.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
K├Ânnte die Nato Erdo─čan einfach rauswerfen?
Recep Tayyip Erdo─čan: Der t├╝rkische Pr├Ąsident blockiert den Nato-Beitritt von Schweden und Finnland.


Hinweise zum Hintergrund der Attacke mit einer Schrotflinte erhoffen sich die Ermittler aus der Obduktion der Leiche des T├Ąters und der von ihm erschossenen 23-J├Ąhrigen. Diese k├Ânne etwa zeigen, wie nah der Amoksch├╝tze der Frau kam und ob sie ein Zufallsopfer oder gezielt ins Visier genommen war, sagte Knapp. "Wir wollen die Tat so genau wie m├Âglich rekonstruieren." Darauf, dass die beiden dasselbe Fach studierenden jungen Leute sich kannten, gebe es aber keinen Hinweis.

Zu den noch offenen Fragen geh├Ârt auch die, wie der in Mannheim wohnhafte Mann mit seinen zwei im Ausland gekauften Gewehren unbemerkt auf den Heidelberger Campus kam. Klar sei aber, betonte Knapp, dass der Amoklauf keinen politischen Hintergrund habe.

Inzwischen sind die Wohnung des Amoksch├╝tzen und von ihm genutzte R├Ąume bei seinen Eltern in Berlin durchsucht und elektronische Ger├Ąte sichergestellt worden. Der Vater hatte Knapps Angaben zufolge nicht lang vor der Tat eine WhatsApp-Nachricht erhalten, in der der Sohn die Tat ank├╝ndigte. Der Student schrieb, "dass Leute jetzt bestraft werden m├╝ssen". Die Eltern des jungen Attent├Ąters w├╝rden von der Berliner Polizei betreut, sagte Knapp. Auch sie litten enorm unter der schrecklichen Tat ihres Sohnes.

Der Amoklauf hatte auch eine Debatte ├╝ber Sicherheit an Hochschulen entfacht. Der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz der Universit├Ąten und Rektor der Universit├Ąt Hohenheim, Stephan Dabbert, sagte: "Die Universit├Ąten verstehen sich als weltoffene Bildungsst├Ątten, in denen auch in diesen schweren Zeiten Austausch und Kommunikation stattfinden - sie sind damit Teil einer offenen Gesellschaft." Zugangskontrollen liefen diesem Selbstverst├Ąndnis entgegen. Das bedeute aber nicht, dass die Universit├Ąten Notsituationen hilflos ausgeliefert seien. "Alle Landesuniversit├Ąten verf├╝gen ├╝ber Notfall- und Krisenpl├Ąne - diese haben im Fall von Heidelberg auch gegriffen, so dass die Einsatzkr├Ąfte innerhalb weniger Minuten vor Ort sein konnten."

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
Von Roxana Frey, Frankfurt am Main
AmoklaufHagenHeidelbergMannheimPolizei

t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website