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Oktoberfest in New York: Geht's noch peinlicher?


Oktoberfest in New York: Geht's noch peinlicher?

  • Meike Kreil
Von Meike Kreil

Aktualisiert am 30.09.2022Lesedauer: 2 Min.
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Amerikaner lieben die Wiesn. Das zeigt eine Reise nach New York.
Eine Maß-Mütze und eine Oktoberfest-Speisekarte aus New York (Montage): Amerikaner lieben die Wiesn. (Quelle: Collage: Imago/Kreil)
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Wer dem Oktoberfest entfliehen will, sollte besser nicht nach New York reisen. Dort trifft der deutsche Tourist auf allerhand Klischees wie Dirndl, Maß und – Tacos.

Wer in diesen Tagen in New York Urlaub macht, bei dem kommen an allzu vielen Ecken unweigerlich Heimatgefühle auf. Die Amerikaner lieben das Oktoberfest. Und so kommt es, dass so ungefähr jede Kneipe, die Bier ausschenkt, sich die bayerische Kult-Veranstaltung in diesen Tagen zu eigen macht.

In einer der größten Metropolen der Welt stolpert man über allerhand Skurriles. Soweit nichts Neues. Der deutsche Tourist reibt sich derzeit jedoch besonders oft die Augen. Zu sehen gibt es beispielsweise menschengroße Pappaufsteller von jungen Frauen mit blonden Zöpfen im Dirndl – tief dekolletiert, versteht sich.

Oder "Jumbo Bavarian Pretzels", die man für 16 US-Dollar erwerben und in süßen Senf mit Meerrettich tunken kann. So weit, so bayerisch. Deutlich schlimmer, fast schon schmerzhaft, das Angebot darunter auf dieser sogenannten "Oktoberfest"-Sonderspeisekarte: Wieso das Restaurant ausgerechnet dort "Tacos mit Salsa" (24 US-Dollar) anbietet, bleibt wohl sein Geheimnis. Die Amerikaner jedenfalls freut's, denn der Laden ist voll. Deutsche allerdings scheinen einen großen Bogen darum zu machen.

Diese Speisekarte zum "Oktoberfest" in einer New Yorker Kneipe hat nur wenig mit bayerischer Tradition zu tun.
Diese Speisekarte zum "Oktoberfest" in einer New Yorker Kneipe hat nur wenig mit bayerischer Tradition zu tun. (Quelle: Meike Kreil)

Ein paar Straßen weiter dagegen liest sich die Speisekarte für den gemeinen Deutschen durchaus leckerer: Dort werden Jägerschnitzel, Rote-Bete-Salat oder "Nürnberger Würstel" angeboten. Blasmusik schallt heraus, die aber einfach nicht in die Straßen New Yorks passen will. Für das Schunkeln ist es gegen die Mittagszeit wohl noch zu früh, das Restaurant noch leer. Oder ist es den Amerikanern dann doch zu viel des Guten mit der kulturellen Aneignung?

Diese Speisekarte aus deutscher Sicht schon besser aus.
Bratwurst, Spätzle, "Goulash": Diese Speisekarte sieht aus deutscher Sicht schon besser aus. (Quelle: Meike Kreil)

Der Anblick des maßtrinkenden New Yorkers bleibt jedenfalls ungewöhnlich – wie auch die Menge an Bier in den Gläsern: Die Maß wird in der Taco-Oktoberfest-Kneipe nämlich mit 1,5 Litern Bier angekündigt. Ein weiterer Beweis, dass die US-Amerikaner nichts mit dem metrischen System anfangen können. Gehört doch die Maßeinheit fürs Maß zum deutschen, vielmehr bayerischen Grundwissen.

Viele jedoch sind es nicht, die sich den Liter Bier zutrauen – und es sind ausschließlich Männer. Die amerikanischen Frauen sitzen vielmehr mit einem zarten Sektglas oder bunten Tequila Sunrise daneben und beäugen kritisch das Trinkverhalten des Mannes.

Immerhin: Die Auswahl an Bieren ist überraschend gut und eine willkommene Abwechslung zum Leichtbier "Bud Light". Und man lernt danach die Preise in München zu schätzen – wenn man von der Ente für 53 Euro mal absieht: Eine Maß kostet hier in den USA nämlich um die 18 US-Dollar, was in etwa demselben Preis in Euro entspricht.

Zumindest eines hat ein Besuch in New York mit einem Erlebnis auf der echten Münchner Wiesn gemeinsam: Es ist überfüllt, laut und hektisch. Das nächste Mal gibt's wieder Strandurlaub.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Beobachtungen
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  • Robert Hiersemann
  • Florian Wichert
Von Robert Hiersemann, Florian Wichert
New York

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