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LMU-Professor und "Querdenker" Michael Meyen: Markus Blume äußert sich


Herausgeber von "Querdenker-Wochenzeitung"
Markus Blume äußert sich zu umstrittenem LMU-Professor


30.03.2023Lesedauer: 2 Min.
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Markus Blume schaltet sich jetzt in die Debatte um ein LMU-Professor ein (Archivbild): Zuvor wurde bekannt gegeben, dass Michael Meyen der Herausgeber einer rechtsextremen Wochenzeitung ist.Vergrößern des Bildes
Wissenschaftsminister Markus Blume (l.) schaltet sich in die Debatte um einen LMU-Professor ein (Archivbild): Zuvor wurde bekannt, dass Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen (r.) Herausgeber einer "Querdenker-Wochenzeitung" ist. (Quelle: Imago Images)

Ein LMU-Professor aus München ist Herausgeber einer extremistischen "Querdenker-Zeitung". Jetzt äußerst sich Wissenschaftsminister Markus Blume dazu.

Michael Meyen ist wohl einer der umstrittensten Professoren an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München. Am 19. März wurde bekannt, dass er Mitherausgeber der rechten Wochenzeitung "Demokratischer Widerstand" wird, zusammen mit den Verschwörungsideologen Anselm Lenz und Hendrik Sodenkamp. Gemeinsam traten alle drei in einem YouTube-Video auf, wie t-online berichtete.

Jetzt äußert sich erstmals der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) dazu. "An bayerischen Hochschulen ist kein Platz für extremistisches Gedankengut", sagt der ehemalige Generalsekretär der CSU t-online. "Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung. Selbstverständlich müssen verbeamtete Professorinnen und Professoren sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bekennen und dafür eintreten."

Ob Meyen mit Konsequenzen aufgrund seiner neuen Tätigkeit rechnen muss, konnte eine Sprecherin des bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst bislang nicht sagen.

Wissenschaftsministerium unterstützte Professor

Bisher blieb ebenso unbeantwortet, wieso Forschungsgelder des Ministeriums ausgerechnet in ein Projekt von Michael Meyen flossen. Der Hintergrund: Das Wissenschaftsministerium förderte 2018 elf Projekte zum Thema "Zukunft der Demokratie", darunter eines des umstrittenen Münchner Professors. Insgesamt flossen 3,4 Millionen Euro in die Projekte.

"Ausgerechnet in einer Zeit, in der die Menschheit vor existentiellen Herausforderungen steht, scheinen Demokratie und wichtige Grundprinzipien wie die Gleichheit aller, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Minderheitenschutz oder Partizipation an Strahlkraft zu verlieren", sagte die frühere Wissenschaftsministerin Marion Kiechle (CSU) in einer Pressemitteilung im Jahr 2018. Durch die Forschungsinitiative erhoffte sich Kiechle Empfehlungen, wie das Vertrauen in die Demokratie gestärkt werden könne.

Meyen beschäftigte sich mit der "Zukunft der Medien"

Der Sprecher des Projektes war Michael Meyen. Zuständig war der Professor für das "Media Future Lab" – sein vierjähriges Projekt, das nach der "Zukunft der Medien" fragte. Dabei stellte sich Meyen die Frage, was wir "unter gutem Journalismus" verstehen. Noch immer wird er im Impressum als Projektleiter aufgeführt. Das Projekt soll allerdings 2022 eingestellt worden sein.

Während des Projektes schrieb er viele Artikel und kam mit anderen Forschern und Journalisten in Kontakt. Der Professor führte unter anderem Interviews mit "Aufstehen Leipzig" – einer politischen Gruppierung, die gerade mit der Verbreitung von prorussischer Propaganda auffällt. Ein weiterer Beitrag hat den Titel "Journalismus muss auch Andersdenkende repräsentieren".

Für die Wochenzeitung, die Meyen jetzt mit herausgibt, schreiben Autoren wie Anselm Lenz, bekannt als Verschwörungsideologe, Jürgen Elsässer, Chefredakteur des rechtspopulistischen Magazins "Compact", und Götz Kubitschek, Mitbegründer des vom Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt als rechtsextremistisch eingestuften "Instituts für Staatspolitik". Alle drei sollen im Visier des Verfassungsschutzes sein, wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten.

Verwendete Quellen
  • Statement des Wissenschaftsministers Markus Blume
  • Pressemitteilung des Kultusministerium 2018
  • Internetauftritt des Media Future Labs
  • Facebook-Posts von "Aufstehen Leipzig"
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