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München: Surfer trotz Schnee und Kälte im Eisbach – Was ist der Reiz?


Surfer im Eisbach: "Für mich ist das wie Therme"


Aktualisiert am 08.12.2023Lesedauer: 2 Min.
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Johannes Mühlbauer mit seinem Surfbrett an der Eisbachwelle: Die Kälte macht ihm Dank seines Neoprenanzugs nichts aus.Vergrößern des Bildes
Johannes Mühlbauer mit seinem Surfbrett an der Eisbachwelle: Die Kälte macht ihm dank seines Neoprenanzugs nichts aus. (Quelle: Daniel Salg)

Selbst Schnee und Eis halten sie nicht ab: die Surfer vom Eisbach in München. Warum das Surfen im Winter besonders reizvoll und die Kälte gar kein Problem ist.

Im Englischen Garten sind die Nachwehen des Schneechaos noch zu spüren. Selbst einige Wege sind noch von einer dichten Schneedecke überzogen. Der Schnee hatte München vor einigen Tagen beinahe komplett zum Stillstand gebracht. Doch an einem Ort scheint das schon vergessen zu sein – an der Eisbachwelle.

Als zwei t-online Reporter dort vorbeigehen, ist es längst dunkel. Die Temperatur liegt knapp über dem Gefrierpunkt. Nur eine kleine Baustellenlampe, die auf der Brücke über dem Eisbach steht und die Welle ausleuchtet, deutet darauf hin, dass der Eisbach gewiss nicht im Winterschlaf ist.

Wärmer als Winterkleidung

Und tatsächlich: Zwei junge Männer surfen hier gerade – im Dezember. Einer von ihnen ist Lehramtsstudent Johannes Mühlbauer. Ob ihm Schnee und Kälte nichts ausmachen? "Ich bin eigentlich froh, wenn München ein bisschen eingeschneit ist, mir gefällt das", sagt der 24-Jährige zu t-online. Außerdem sei es im Neoprenanzug wärmer als in herkömmlicher Winterkleidung. Der halte richtig dicht.

"Im Wasser wird es dann sogar noch wärmer mit dem Neoprenanzug", berichtet Mühlbauer. Beim Surfen sei er noch ein Anfänger. Im Winter sei es in München aber leichter, damit zu beginnen. Der Grund liegt auf der Hand: Im Sommer tummeln sich die Surfer am Eisbach.

"Noch viel besser als im Sommer"

Gerade ist dort neben Mühlbauer nur noch Ulrich Simmann unterwegs. "Surfen ist meine Leidenschaft in München", sagt er zu t-online. Er hat auch das kleine Licht mitgebracht und auf der Brücke aufgestellt. Simmann findet ebenfalls: "Trotz der Temperaturen kann man es aushalten, weil wenig los ist. Das ist eigentlich noch viel besser als im Sommer."

Generell seien die beiden nicht die einzigen, die die Eisbachwelle im Winter nutzen. "Teilweise stehen hier 20 Leute, wenn es Minusgrade hat", so Simmann. Er selbst surft seit drei Jahren in München. Er schätze den besonderen Flair im Winter an der Welle. "Im Schnee zu surfen, ist total super. Das fühlt sich ganz anders an als im Herbst oder Sommer", sagt Simmann lachend.

Ob an einem kalten Winterabend eine Therme nicht die bessere Wahl gewesen wäre? Für Student Mühlbauer ist der Eisbach besser als jede Therme. "Mir ist ja warm. Für mich ist das wie Therme, hier hat man ein bisschen seine Blubberblasen und den Sprudel."

Verwendete Quellen
  • Reporter vor Ort
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