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München: Bahnstreik der GDL ab Donnerstag betrifft Deutsche Bahn und S-Bahn


Streik trifft Regionalverkehr und die S-Bahn in München

Von t-online, ok

07.12.2023Lesedauer: 3 Min.
urn:newsml:dpa.com:20090101:231116-911-003226Vergrößern des BildesEine Anzeigentafel an der S-Bahn-Station Hauptbahnhof in München weist am Donnerstag auf den Streik hin. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte zu einem 20-stündigen Warnstreik aufgerufen. (Quelle: Lukas Barth)
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Ein Streik lähmt den Bahnverkehr ab Donnerstagabend. Auch in München ist vom Ausstand kurz nach dem Winterchaos betroffen.

Nach dem Schneechaos im Öffentlichen Nahverkehr durch den Wintereinbruch komm auf die Pendler in München eine weitere schlechte Nachricht zu. Der angekündigte Streik im Lokführer-Tarifkonflikt bei der Deutschen Bahn trifft den Fernverkehr sowie den Regionalverkehr in Bayern, vor allem die S-Bahnen in der Landeshauptstadt.

Bis zum Tagesende komme es bundesweit zu Verspätungen und Zugausfällen, teilte die Deutsche Bahn am Freitagmorgen mit. Demnach werde lediglich ein Notfahrplan mit einem stark reduzierten Angebot an Fahrten angeboten. Insbesondere in Bayern, wo die Bahn weiter mit den Auswirkungen des Schneechaos zu tun hat, dürften weniger Züge unterwegs sein, hieß es.

Bahn rechnet mit Einschränkungen bei der S-Bahn ab 20 Uhr

Die Münchner S-Bahn fuhr am Freitagmorgen nach Angaben der Bahn auf den meisten Linien wegen des Warnstreiks nur im Stundentakt.

Die S2 war alle 40 Minuten unterwegs, die S8 zum Flughafen alle 20 Minuten.

Bei den Regionalzügen der Bahn fielen die meisten Verbindungen dagegen aus. Bei privaten Bahnunternehmen wie Go-Ahead und Agilis waren am Morgen die meisten Züge unterwegs. Einschränkungen gab es nur auf den Strecken, an denen auch die Fahrdienstleiter der Bahn streikten.

Die Bahn rät Fahrgästen von Reisen ab oder diese zu verschieben. Sollte dies nicht möglich sein, bat sie Reisende, sich vor Fahrtantritt über die Auskunftsmedien zu informieren, ob ihre Verbindung verfügbar ist. Die DB hat eine Telefonhotline eingerichtet, erreichbar unter der Nummer 08000 99 66 33.

Westbahn von München nach Wien nicht betroffen

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) stellen während des Warnstreiks ihre Verbindungen von und nach Bayern ein, wollen jedoch wie gewohnt ihre innerösterreichischen Züge aus Tirol Richtung Salzburg und umgekehrt über Rosenheim fahren lassen. Diese Verbindung liegt zwar auf bayerischem Territorium, wird aber seit jeher auch von der ÖBB genutzt.

Nicht gestreikt wird bei den privaten Eisenbahngesellschaften, die auf mehreren wichtigen Strecken fahren. Die Unternehmen wollen ihren Zugverkehr so weit möglich in vollem Umfang aufrecht erhalten, könnten aber indirekt getroffen werden, falls auch Stellwerker oder Fahrdienstleiter der DB Netz nicht arbeiten. So sollen auch die Züge der privaten österreichischen Westbahn von München nach Wien wie üblich am Freitag fünfmal über Rosenheim, Salzburg und Linz in die österreichische Hauptstadt fahren.

Streik der Lokführer: Fahrgäste können kostenfrei stornieren

Der Ausstand am reisestarken Freitag durchkreuzt die Pläne Tausender Fahrgäste. Immerhin gilt für Fahrgäste: Sie können ihre für diesen Donnerstag oder Freitag geplante Reise verschieben und ihre Fahrkarte zu einem anderen Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung sei aufgehoben, teilte die Bahn mit. Reservierungen könnten kostenfrei storniert werden.

Die Lokführergewerkschaft GDL rief ihre Mitglieder am Mittwoch zu dem bundesweiten Warnstreik auf der Schiene auf. Die Deutsche Bahn kritisierte, die GDL vermiese Millionen unbeteiligten Menschen das zweite Adventswochenende. Ein Streik so kurz nach dem Wintereinbruch und so kurz vor dem Fahrplanwechsel sei verantwortungslos und egoistisch.

GDL-Streik: Danach kein Ausstand mehr

Nach dem Warnstreik will die GDL bis zum 7. Januar nicht mehr streiken. "Wir werden jetzt diese Streikaktion am Donnerstag und Freitag durchführen, und es ist für dieses Jahr die letzte", sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky am Mittwochabend bei MDR-aktuell. "Anschließend kommt die Urabstimmung und die Auszählung am 19. Dezember. Und es wird keine Arbeitskampfaktionen mehr geben, auch in der ersten Januarwoche nicht", fügte er hinzu.

Zuletzt streikte die GDL bei der Bahn am 15. und 16. November. Bei dieser 20-stündigen Arbeitsniederlegung fielen gut 80 Prozent der eigentlich vorgesehenen Fernverkehrsfahrten aus. Im Regionalverkehr waren die Auswirkungen in manchen Bundesländern noch deutlicher, in einigen Regionen fuhr zeitweise quasi kein Zug und kaum eine S-Bahn.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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