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München/Köln: Kardinal Marx – "Schaden für katholische Kirche durch Woelki"

Gutachten-Affäre in Köln  

Kardinal Marx – "Schaden für katholische Kirche durch Woelki"

08.02.2021, 11:55 Uhr | dpa

München/Köln: Kardinal Marx – "Schaden für katholische Kirche durch Woelki". Kardinal Reinhard Marx äußert sich bei einer Pressekonferenz (Archivbild): Er spricht von einem großen Schaden für die katholische Kirche wegen des Gutachten-Skandals um den Kölner Kardinal Woelki. (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)

Kardinal Reinhard Marx äußert sich bei einer Pressekonferenz (Archivbild): Er spricht von einem großen Schaden für die katholische Kirche wegen des Gutachten-Skandals um den Kölner Kardinal Woelki. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Der Münchener Kardinal Marx hat den Umgang seines Kölner Kollegen Woelki mit den Missbrauchsvorwürfen in dessen Bistum kritisiert. Er wünsche sich Klarheit bei den Verantwortlichkeiten.

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx spricht in der Affäre um das zurückgehaltene Missbrauchsgutachten des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki von einem großen Schaden für die katholische Kirche. "Die Wirkung dessen, was da passiert, ist für uns alle außerordentlich negativ", sagte Marx der "Augsburger Allgemeinen" (Montag).

Woelki hatte die Münchner Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl damit beauftragt, für das Erzbistum Köln zu untersuchen, wie Bistumsverantwortliche in der Vergangenheit mit Missbrauchsvorwürfen gegen katholische Priester umgingen. Das bereits seit Monaten vorliegende Gutachten hält Woelki aber unter Verschluss. Er führt dafür rechtliche Bedenken an und verweist stets auf die Veröffentlichung eines neuen Gutachtens am 18. März. Der von ihm beauftragte Strafrechtler Björn Gercke habe hierfür 236 Fälle aus dem Erzbistum Köln untersucht.

Gutachten für Münchener Bistum wird erstellt

Marx sagte der Zeitung weiter, dass das Gutachten für seine Diözese im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten Verantwortliche benennen werde. "Ich wünsche mir sehr, dass das Gutachten Klarheit schafft bei Verantwortlichkeiten. Das gilt selbstverständlich auch für meine Person und meine Verantwortungsbereiche", sagte der langjährige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

Das Münchner Bistum hatte ebenfalls bei der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl ein Gutachten in Auftrag gegeben – untersucht wird der Zeitraum von 1945 bis 2019. Das Gutachten soll Marx zufolge im Laufe des Jahres veröffentlicht werden. "Ich kann und werde dort nicht eingreifen und das Gutachten beeinflussen", sagte er.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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