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Bayerische Betriebsärzte warten auf Corona-Impfstoff

München  

Bayerische Betriebsärzte warten auf Corona-Impfstoff

06.03.2021, 10:22 Uhr | dpa

Bayerische Betriebsärzte warten auf Corona-Impfstoff. Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals

Ein Arzt trägt ein Stethoskop um den Hals. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild (Quelle: dpa)

Große Unternehmen bereiten jetzt zusammen mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) und dem bayerischen Gesundheitsministerium Corona-Impfungen durch die Betriebsärzte vor. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sagte am Samstag, bald werde mehr Impfstoff verfügbar sein: "Allein für April sind 1,8 Millionen Impfdosen angekündigt."

Vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sagte, sobald ausreichend Impfstoff vorhanden sei, stünden die Unternehmen mit ihren Betriebsärzten freiwillig zum Impfen der Belegschaften bereit. "Bei uns haben sich bereits knapp 200 Unternehmen gemeldet und zur Mitwirkung bereiterklärt. Die Zahl wächst immer weiter."

Bund und Länder hatten am Mittwoch beschlossen, dass im Laufe des zweiten Quartals Betriebsärzte in die Impfstrategie eingebunden werden. Holetschek forderte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, rasch die Rahmenbedingungen für eine zügige Einbindung der Betriebsärzte zu schaffen. Rechtsfragen, Logistik und Kosten werden noch geklärt.

Gerade Großunternehmen, die Erfahrung mit organisierten Grippeschutz-Impfungen haben, könnten das rasch gut organisieren. "Wir machen damit allein in den bayerischen Großunternehmen weit über 100 000 Menschen ein Impfangebot und bekommen so noch mehr Geschwindigkeit in die Impfungen", sagte Holetschek.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Ruth Waldmann kritisierte das. "Auch wenn die ersten Prioritätsgruppen irgendwann durchgeimpft sind, darf es nicht danach gehen, wer am schnellsten am meisten Impfstoff bezahlen kann", sagte sie am Samstag. Betriebsärzte könnten zwar einen wichtigen Beitrag leisten. Aber die großen Unternehmen dürften gegenüber den kleinen Handwerks- und Familienbetrieben ohne Betriebsarzt nicht bevorzugt werden.

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