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Er konnte einfach nicht mehr

  • David Digili
Von David Digili

28.07.2022Lesedauer: 3 Min.
Formel 1: Mit diesem emotionalen Instagramvideo verkündet der deutsche Rennfahrer Sebastian Vettel sein Karriereende. (Quelle: t-online)
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Einer der erfolgreichsten Fahrer der Formel-1-Historie beendet seine Karriere. Überraschend kommt das nicht – es ist der Abschluss einer Wandlung. Ein Kommentar.

Da sitzt er: schwarzes T-Shirt, die Haare fallen ihm ins Gesicht. Er schaut direkt in die Kamera. Wach. Präsent. Bestimmt. Mit einem ungewöhnlichen Video hat Sebastian Vettel angekündigt, zum Saisonende seine große Karriere in der Formel 1 zu beenden. Ganz in Schwarz-Weiß ist der kurze Clip gehalten, Vettel sitzt vor einem weißen Hintergrund. Minimaler Aufwand, maximale Wirkung.

Denn mit der Erklärung vollzieht der letzte verbliebene große deutsche Rennfahrer die endgültige Trennung von dem Sport – auch wenn sie sich noch über die verbliebenen zehn Rennen der Saison 2022 erstrecken wird. Vettel und die Formel 1: Es passt nicht mehr. Im Grunde passt es schon lange nicht mehr. Der viermalige Weltmeister und die Königsklasse, sie haben sich entfremdet. Dass er nun einen vorzeitigen Schlussstrich zieht, ist nur konsequent – und der Endpunkt einer Entwicklung. Eine Vollbremsung, die eben nicht überraschend kommt. Denn: Er ist da.

Es geht um die Persönlichkeit

Auf den Kursen der Formel 1, so muss die ehrliche Analyse ausfallen, fahren ihm andere schon seit Jahren davon. Seine vier Weltmeistertitel, gewonnen von 2010 bis 2013, wirken unendlich weit entfernt, und doch hat er damit schon längst seinen Platz unter den Allerbesten seines Sports sicher. Wo aber die Rennsportkarriere von Sebastian Vettel stagnierte, florierte die Persönlichkeitsentwicklung des 35-Jährigen. Und genau darum geht es ihm. Der Sebastian Vettel von 2022, er trägt noch Helm und Overall und zwängt sich ins Cockpit seines grünen Aston Martin, aber er ist kein Rennfahrer mehr. Oder besser: Er ist kein Rennfahrer, sondern mehr.

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Das Verhältnis zu seinem Sport, in dem er über viele Jahre so erfolgreich war, dem er Zeit, Kraft und Energie opfern wollte, opfern musste, scheint längst zwiespältig – und genau das wird auch in seiner Abschiedserklärung deutlich. "Ich liebe diesen Sport", sagt Vettel gleich zu Beginn, fast als fühle er sich zu einer Rechtfertigung seiner Entscheidung gedrängt. "Er war im Zentrum meines Lebens, seit ich denken kann." Dann aber schränkt er ein: "Aber es gibt mein Leben auf der Strecke und mein Leben neben der Strecke. Rennfahrer war nie meine einzige Identität."

In Vettels Appell klingt Enttäuschung mit

Identitäten hat er viele: Vettel, der engagierte Kämpfer für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Vettel, der sich klar für Vielfalt und Toleranz, gegen Rassismus und gegen den Krieg äußert. Vor allem aber: Vettel, der Familienmensch. "Mich der Formel 1 so zu widmen, wie ich es in der Vergangenheit getan habe, wie ich es für richtig halte, und ein guter Vater und Ehemann zu sein, passen für mich nicht mehr zusammen", sagt er dann.

Doch auch an anderer Stelle ist das Verhältnis erkaltet: "Formel-1-Fahrer zu sein, bringt Dinge mit sich, die mir nicht mehr gefallen." Es klingt Enttäuschung mit, wenn Vettel appelliert: "Der Wille, Veränderung umzusetzen, muss viel stärker werden und schon heute zum Handeln führen. Reden reicht nicht mehr aus, und wir können es uns nicht leisten, zu warten", sagt er, und wer dabei seinen Blick sieht und seine eindringlichen Worte hört, der muss erkennen:

Es passt ihm nicht mehr, es gefällt ihm nicht mehr. Sebastian Vettel ist dem Rennsport entwachsen. Er hat genug. Aus dem wichtigsten aller Gründe: Er will leben.

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Von Nils Kögler
Sebastian Vettel
Motorsport

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