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Corona-Not in der 2. Liga: Wie wird die Saison gerettet?

Von dpa
Aktualisiert am 13.04.2021Lesedauer: 3 Min.
Hofft auf ein reguläres Ende der laufenden Zweitliga-Saison: Kiel-Präsident Steffen Schneekloth.
Hofft auf ein reguläres Ende der laufenden Zweitliga-Saison: Kiel-Präsident Steffen Schneekloth. (Quelle: Arne Dedert/dpa./dpa)
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Hamburg (dpa) - Die 2. Fußball-Bundesliga sucht den Ausweg aus der Corona-Not. Weitere Spielverlegungen für Holstein Kiel bringen den Terminplan in immer größere Schieflage und gefährden den regulären Saisonabschluss.

Der Saisonabschluss sei aber "oberstes Ziel", sagte Holstein-Präsident Steffen Schneekloth den Zeitungen des sh:z-Verlages. Angesichts der jüngsten Corona-Fälle und der Quarantäne von Kiel, dem SV Sandhausen und dem Karlsruher SC reichen erste Gedankenspiele für Alternativ-Szenarien von vorgezogenen Partien bis zum Ausfall der Relegation. Doch die Deutsche Fußball Liga schweigt, auf welchen Plan B sie im Extremfall zurückgreifen würde. "Noch ist es möglich, in den Wochen bis zum letzten Spieltag am 23. Mai die verbleibenden Spieltage zu absolvieren, wenn auch für die KSV Holstein ausschließlich mit Englischen Wochen", meinte Schneekloth, der auch stellvertretender Sprecher im DFL-Präsidium ist.

Acht Spiele müssen in der 2. Bundesliga nachgeholt werden. Unwahrscheinlich ist, dass auch die Partien des KSC beim Hamburger SV am 20. April (Dienstag) und des SV Sandhausen gegen Kiel wie geplant angepfiffen werden. Der KSC und Holstein kommen erst am 20. April aus ihren Quarantänen, Sandhausens Isolation endet am 18. April.

Längst wird diskutiert, wie die Liga reagieren kann, falls sich die Situation noch verschärft. Vorverlegungen der Partien von Teams, deren ursprüngliche Gegner in Quarantäne sind, wurden ins Gespräch gebracht - so zum Beispiel für die Duelle Erzgebirge Aue gegen den 1. FC Nürnberg oder Hamburger SV gegen die Franken.

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Auf Anfrage, ob so etwas denkbar sei, verwies die DFL auf ihre Pressemitteilung vom Vortag. Darin hatte sie über die Absetzung der Spiele der Kieler gegen Hannover 96 am 14. April und beim 1. FC Nürnberg am 17. April informiert. Über Neuansetzungen sollte noch in der laufenden Woche entschieden werden.

Sandhausens Präsident Jürgen Machmaier stellte im Deutschlandfunk bereits die Relegationsspiele in Frage, die in der Woche nach dem Punktspielende anstehen. Er forderte bei den Überlegungen zu "Fantasie" auf. Auch ein Quarantäne-Trainingslager für alle Proficlubs könnte wieder auf die Agenda kommen.

Die durch die Corona-Fälle bedingte Terminnot gefährdet den sportlichen Saisonausgang: Der KSC ist ist immerhin gesichert, doch der SV Sandhausen spielt als Tabellenvorletzter gegen den Abstieg und Kiel steckt als Vierter im Aufstiegskampf. Auch der Tabellenzweite HSV - aktuell coronafrei - ist betroffen. Seine Spiele in Sandhausen und gegen den KSC sind oder werden voraussichtlich verlegt.

Die Kieler sind allerdings der größte Problemfall der 2. Bundesliga. Wenn sie am 20. April aus Quarantäne kommen, haben sie noch 33 Tage für acht Punktspiele. Zudem stehen sie im DFB-Pokal-Halbfinale am 1. Mai bei Borussia Dortmund. Sollte der Außenseiter dort gewinnen, stünde am 13. Mai auch noch das Endspiel in Berlin an.

"Wir empfinden das nicht als fair", sagte Kiels Trainer Ole Werner im Podcast "Kicker meets DAZN" über den neuesten Corona-Rückschlag für seine Mannschaft. "Aber es ist auch nicht so, dass ich jemanden persönlich verantwortlich machen könnte." Die Spieler und das Trainer-Team sind zum zweiten Mal binnen weniger Wochen in Quarantäne. Die Zwangspause im März war der Mannschaft von der Förde nicht gut bekommen. Sie verlor ihre Spiele beim VfL Bochum und beim 1. FC Heidenheim, ehe Spieler und Betreuer wegen neuer Corona-Fälle erneut ins Trainings-Homeoffice geschickt wurden.

Wie kommt man wieder zusammen? Wie kommt man wieder in den Rhythmus? "Das sind aktuell die Fragen, die wir uns eher stellen, als die Fragen nach dem Ausgang der Saison", sagte Werner. "Es ist im Interesse aller, dass es möglichst zu Ende gespielt wird und dass es möglichst fair zu Ende gespielt wird", meinte der 32-Jährige. Allerdings sei das Bild schon jetzt "ein bisschen verzerrt".

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